Mögliche Terrorlage: Zwischenfall in London - Polizei evakuiert Bahnhof Oxford Circus

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Tödliche Traumreise

- Wer Erkan und Stefan kennt und mag, wird auch ihren dritten Film lieben - wenn er auch von der Qualität der Vorgänger ein wenig abfällt. Und wer Erkan und Stefan noch nie gesehen hat, aber bereit ist, sich auf ihre spezielle Form der deutsch-türkischen Comedy einzulassen, wird erst recht draufloskichern, eben weil ihn auch die "alten" Gags neu überraschen. Immer vorausgesetzt, ihn schreckt der zum Genre gehörige spezifische Sprachjargon samt seinen (hier eigentlich völlig unpeinlichen) Rotzern, Rülpsern und Furzen nicht ab.

<P>Die beiden selbst ernannten "Checker" haben diesmal Filme wie "Immer Ärger mit Harry", "James Bond", "Traumschiff" und "Titanic" aufs Korn genommen, parodieren aber auch bei der "Langnese"-Werbung munter drauflos.<BR><BR>Wundersamerweise gewinnen die Helden eine Traumreise auf der "MS Albatros"; später kurzerhand zu "MS Alcatraz" umbenannt, weil diesem schwimmenden Luxusgefängnis keiner entkommen kann. Dass das Schiff statt in die erträumte Karibik ins Eismeer fährt, ist für das Duo das geringste Problem. Viel gravierender ist da schon die Leiche in Erkans Bett. Diese erweist sich als überraschend anhänglich und widersteht allen noch so raffinierten Versuchen, sie loszuwerden. Ludger Pistor erwischte diese ungewöhnliche Rolle, in der er als toter Strahlemann im flotten Styling mit braungebranntem Teint, Sonnenbrille und mehr oder weniger makellos weißem Anzug durch die Gegend gefahren, getragen oder geworfen wird, und entledigte sich ihrer mit Anstand. Auch Andrea Sawatzki machte den Spaß mit und mimte eine intrigante Verbrecherin mit verschiedenen Haarfarben.<BR><BR>Hatte Bully Herbig im ersten "Erkan und Stefan"-Film mit seiner Regie noch einen Überraschungscoup gelandet, so erhält man von Regisseur Michael Karen recht brave Durchschnittsware mit einer einfallslosen Kameraführung und ohne rechten Sinn für das Timing. Dass trotzdem so mancher Gag dem Publikum schallendes Gelächter entlocken dürfte, liegt an dem (immer noch) recht einfallsreichen Drehbuch und manch gelungenem Witz im Dialog, der gerade noch am Schiffbruch vorbeischrammt. </P><P>(In München: Mathäser, Marmorhaus.)<BR><BR>"Der Tod kommt krass"<BR>mit Erkan Maria Moosleitner, Stefan Lust<BR>Regie: Michael Karen<BR>Annehmbar </P><P> </P>

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