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Er ist der Neue: Tom Holland als Spider-Man.

Interview zum Start von „Spider-Man: Homecoming“

Tom Holland – der neue Spinnenmann

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Wenn es stimmt, dass kleine Jungs davon träumen, Superhelden zu werden, war das Kind im damals bereits 19-jährigen Tom Holland im Juni 2015 das glücklichste auf Erden. Da erfuhr der Brite, dass er Spider-Man spielen wird.

Berlin – Jetzt startet „Spider-Man: Homecoming“ in den Kinos – vorab haben wir Tom Holland, inzwischen 21 Jahre alt, im Berliner Hotel Adlon zum Gespräch getroffen.

Es passt gut, dass wir uns in Berlin treffen – hier sind auch Szenen des Films entstanden.

Tom Holland: Ja, tatsächlich sogar in dem Hotel, in dem wir gerade sitzen. Obwohl man hier eigentlich nicht drehen darf. Die Produzenten meinten deshalb zu mir: Geh rein, check als Peter Parker ein und film’ das mit deinem Handy. Mach’s einfach! Ich hab’s probiert – doch als das Personal gemerkt hat, dass ich filme, haben sie mich rausgeschmissen. Sehr unangenehm – und bitter, weil die Szene es am Ende nicht einmal in den Film geschafft hat...

Stattdessen aber eine, in der Sie als Grünschnabel auf die Avengers treffen – und total aufgeregt sind. War es für Sie ähnlich, als Sie das erste Mal auf all die bekannten Schauspielkollegen trafen?

Tom Holland: Absolut! Als ich Chris Evans im Captain-America-Kostüm gesehen habe, bin ich ausgeflippt. Genauso wollte ich es spielen, wenn Peter das erste Mal auf die Avengers trifft. In das Gefühl konnte ich mich nur zu gut hineinversetzen.

Es gab bereits einige „Spider-Man“-Filme. Inwiefern unterscheidet sich der neue Film von ihnen?

Tom Holland: Ich wollte auf keinen Fall die gleiche Geschichte noch mal machen. Das wäre den Fans gegenüber fies gewesen, wenn sie nur einen zweiten Aufguss serviert bekämen. Ich wollte meine Version von Spider-Man so einzigartig gestalten, wie es irgend ging. Es ist zum Beispiel der erste Superhelden-Film, der komplett während der High-School-Zeit spielt. Wir beobachten, wie Peter mit den Avengers agiert, das hat es zuvor nicht gegeben. Die Zuschauer sehen, wie er versucht, seinem Ziel immer näher zu kommen, selbst ein Avenger zu werden.

Ist es durch die Ansiedelung in der Schule also ein sehr lustiger Film?

Tom Holland: Ja, es ist definitiv eine Komödie. Jon (Regisseur Jon Watts, Anm. d. Red.) ist ein sehr, sehr lustiger Mann. Er hat während des Drehs eine wunderbare Atmosphäre geschaffen, in der es immer heiter zuging. Unser Spider-Man ist ein Kind in einem Anzug, der sich einen Spaß aus allem macht.

Wer waren die Superhelden Ihrer Kindheit?

Tom Holland: Ganz ehrlich? Spider-Man! Er war immer mein liebster Superheld. Die Tatsache, dass ich ihn jetzt spiele, ist etwas surreal. Mein kleiner Bruder schläft in „Spider-Man“-Bettwäsche, in der ich früher geschlafen habe. Wenn ich das so erzähle, fällt mir auf, dass es langsam echt an der Zeit wäre, ihm mal eine neue zu besorgen. (Lacht.)

Dann wissen Sie, welchen Stellenwert Superhelden für junge Zuschauer haben: Sie sind Vorbild. Fühlen Sie Verantwortung, dem gerecht zu werden?

Tom Holland: Absolut! Wenn du ein Vorbild für Kinder rund um die Welt bist, trägst du eine große Verantwortung. Spider-Man ist ein Superheld, also sollte ich mein Bestes geben, mich auch persönlich, so weit es geht, wie ein Superheld zu verhalten. Ein Freund von mir musste als Kind lange Zeit im Krankenhaus verbringen, er war ein Riesenfan von Manchester United. Eines Tages kamen ihn die Fußballspieler von United besuchen. Er sagt, das hätte alles verändert. Es gab ihm neue Hoffnung. Genau das kann ich als Spider-Man tun. Wann immer ich in anderen Städten bin, besuche ich Kliniken, um ein paar Menschen eine Freude zu machen.

Sie sind sehr präsent in Sozialen Netzwerken. Der Spider-Man der Smartphone-Generation?

Tom Holland: Ja, das kann man sagen. Oft werde ich gefragt, warum ich als Peter Parker nicht wie im Comic eine Kamera habe. (Hält sein Handy hoch:) Das ist meine Kamera! Ich muss keine Spiegelreflex um den Hals haben, um Fotograf zu sein. Dass ich den Film über mit meinem Smartphone Videos drehe, ist Jons Hommage an den original Peter Parker, der Fotograf war. Und es zeigt, dass er ein Millenium-Spider-Man ist. Er weiß, wie man Instagram benutzt, wie man Videos auf Youtube stellt.

Sie sind erst 21, haben Sie nicht Sorge, auf die Rolle des Superhelden festgelegt zu werden?

Tom Holland: Das Tolle ist, dass wir auch für die folgenden Teile nur fünf Monate im Jahr drehen – ansonsten habe ich Zeit, andere Projekte zu verwirklichen. Ich werde alles geben, um so viele unterschiedliche Filme wie möglich zu machen und mich in jede erdenkliche Richtung auszuprobieren. Um die Rolle des Spider-Man als Türöffner zu nutzen. Für all die Chancen, die sich ergeben, bin ich sehr dankbar.

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