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Fatsah Bouyahmed als Fatah in "Unterwegs mit Jacqueline".

Der Traum vom gelobten Land

"Unterwegs mit Jacqueline": Roadtrip mit Kuh

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München - „Unterwegs mit Jacqueline“ erzählt von einem algerischen Bauern, der sich mit seiner Kuh auf eine Reise begibt – auch zu sich selbst.

Ein abgelegenes Dorf in Algerien, die meisten Bewohner sind Bauern, die restlichen lungern auf dem Dorfplatz herum. Als der neue Briefträger kommt, sind alle hellwach. Ein Brief für Mohamed, ein Brief für einen anderen Mohamed, ein Brief für: wieder Mohamed. „Heißt ihr alle Mohamed?“, fragt der Bote verzweifelt. Er kramt den letzten Brief aus seiner Tasche und atmet auf: Nicht alle heißen so – Fatah heißt Fatah!

Mit einfachem Humor und farbenfrohen, detailverliebten Bildern erzählt „Unterwegs mit Jacqueline“ vom Bauern Fatah, der sich mit seiner Kuh auf den Weg nach Paris macht und dabei unverhofft zum TV- und Internet-Star wird. Ein Typ mit Rind im Schlepptau, das muss ja lustig sein. Aber Regisseur Mohamed Hamidi, selbst gebürtiger Algerier, erzählt in seinem Roadmovie auch vom beschwerlichen Leben am Rande der Wüste, von Misstrauen, Gastfreundschaft – und von Sehnsucht.

Der größte Traum des armen Bauern Fatah, der bei der Feldarbeit „Joe le Taxi“ summt und seinen Töchter Französisch beibringt, ist es, einmal mit Kuh Jacqueline zur Landwirtschaftsmesse zu reisen – ins gelobte Land Frankreich. Als er die Chance dazu bekommt, belächeln die anderen ihn. Doch insgeheim sind sie neidisch, denn Fatah träumt als einziger nicht sein Leben, sondern lebt seinen Traum.

Hauptdarsteller Fatsah Bouyahmed glückt der naive Bauern überzeugend, wenn auch manchmal etwas überdreht. Anstrengend ist das vor allem im Zusammenspiel mit der dominanten orientalischen Musik, die immer wieder alles übertönt. Fatahs Schwager Hassan wird gespielt von Jamel Debbouze, dem dümmlich-liebenswerten Obstverkäufer aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Gemein haben die beiden Filme zudem: das gute Gefühl, das bleibt, wenn man den Kinosaal verlässt.

„Unterwegs mit Jacqueline“

mit Fatsah Bouyahmed

Regie: Mohamed Hamidi

Laufzeit: 91 Minuten

Sehenswert

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Willkommen bei den Sch’tis“ und „Almanya“ mochten.

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