Wenn Vampirkinder Teenager werden

Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch

Der zweite Teil der "Vampirschwestern überzeugt als sympathisch-flotte Fortsetzung der Familienkomödie. Die ausführliche Kritik zum Film:

Wer für „Twilight“ noch nicht alt genug ist, für den gibt es seit einigen Jahren die Bücher von Franziska Gehm über die „Vampirschwestern“. Dakaria und Silvania sind junge Mädchen und Halb-Vampirinnen, da ihre Mutter menschlich, ihr Vater aber ein Vampir ist. Daraus ergeben sich ein paar hübsche Absonderlichkeiten wie die extreme Lichtempfindlichkeit der Mädels oder deren Interesse für Blut und Insekten als Nahrungsmittel, die sich natürlich in Alltag recht ungewöhnlich ausnehmen.

Regisseur Wolfgang Groos, der schon für gelungene Jugend- und Kinderfilme wie „Vorstadtkrokodile 3“ oder „Rennschwein Rudi Rüssel“ und den zu Unrecht untergegangenen „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“ verantwortlich war, darf zu Recht als Profi seines Fachs gelten. Nach dem ersten Teil der „Vampirschwestern“ (2012) hat er jetzt auch die sympathisch-flotte Fortsetzung inszeniert. Die kann erwartungsgemäß nicht mehr so viele Neuigkeiten bieten: Die wichtigen Charaktere sind eingeführt, das Konzept ist vertraut, das farbenfrohe, originelle Setting ebenfalls. Das Prinzip, weniger Vampirfilm als muntere Familienkomödie über unterschiedliche Lebensstile sein zu wollen, wird beibehalten. Zum Glück.

„Die Vampirschwestern 2“ ist temporeich erzählt, überfordert aber nicht mit düster-gruseligen, actionlastigen, brutalen oder zu schnell geschnittenen Szenen. Eine Altersfreigabe für Kinder ab sechs Jahren geht absolut in Ordnung. Der Untertitel „Fledermäuse im Bauch“ deutet bereits an, was den Großteil des Films ausmacht: die erste Liebe, beziehungsweise noch harmloser, die erste Schwärmerei. Denn wirklich intensiv werden die Gefühle nicht abgehandelt, die Dakaria (Laura Roge) für den Krypton-Krax-Sänger Murdo (Tim Oliver Schultz) entwickelt. Für den richtigen Schmalz gibt’s ja auch „Twilight“ und Co.

„Die Vampirschwestern 2“

mit Marta Martin, Laura Roge Regie: Wolfgang Groos

Dieser Film könnte Ihnen und Ihren Kindern gefallen, wenn Sie den ersten Film mochten.

von Ulrike Frick

Rubriklistenbild: © Sony Pictures/Tom Trambow

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