Viel Beifall für Götz Georges neuen Film "Gott ist tot"

- Essen- Bei der Uraufführung seines neuesten Kinofilms "Gott ist tot" konnte sich Hauptdarsteller Götz George in der Essener Lichtburg im Blitzlichtgewitter von Kameras und Fotografen sonnen. Nach der 95-minütigen Vorführung des Sozialdramas über Armut und Armseligkeit in Deutschlands größtem Kinosaal gab es reichlich Applaus für den 64-Jährigen Schauspieler.

<P>Bei dem Streifen des deutsch-türkischen Regisseurs Kadir Sözen handelt es sich um eine Low-Budget-Produktion. "Der Film hat eine Sekunde eines James-Bond-Films gekostet und das ist recht wenig", betonte George auf der anschließenden Premierenfeier. Nur dadurch, dass alle Darsteller auf Gagen verzichteten, hätte der Film überhaupt fertig gestellt werden können. Als es ganz am Ende der Dreharbeiten dann doch noch finanziell eng wurde, griff laut George die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen dem Team mit Fördergeldern unter die Arme.</P><P>George spielt in dem Melodram "Gott ist tot" den Sozialhilfeempfänger Heinrich, der mit seinen beiden Söhnen Mike und Günni im Kölner Stadtteil Ehrenfeld lebt. Beide brauchen seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Der eine ist vorbestraft, der andere seit seiner Geburt behindert. Halt gibt dem Alten nur der bescheidene Traum von Freiheit und einem besseren Leben, der von seinem betagten Wohnmobil symbolisiert wird. Doch der Traum auf vier Rädern wird von den Sozialbehörden konfisziert.</P><P>Auf die Frage, was ihn an dem Film interessiert habe, sagte George am Dienstagabend, die Rolle des alten und armen Mannes habe ihn gereizt: "Das war eine neue Erfahrung für mich." Auch seine erste Zusammenarbeit mit einem türkischen Regisseur sei für ihn wichtig gewesen. Dass der das Thema Armut in Deutschland zum Thema gemacht habe, habe ihn vollständig überzeugt. "Leute, die kein Geld mehr verdienen, die halten sich an Träumen fest", sagte George. Die Milieustudie läuft am 22. Mai bundesweit in den Kinos an.</P>

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