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"The Social Network": Unter anderem wurde Jesse Eisenberg (links) als bester Schauspieler ausgezeichnet, Aaron Sorkin für sein Drehbuch.

Vier Kritikerpreise für "The Social Network"

New York - “The Social Network“ ist nach Ansicht der US-Filmkritiker der beste Film des Jahres 2010.

Das Drama um die Entstehung der Internetplattform Facebook konnte am Samstagabend (Ortszeit) in New York gleich vier der zehn Preise abräumen. So wurde Jesse Eisenberg, der den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg spielt, als bester Schauspieler geehrt, David Fincher war in den Augen der Kritiker der beste Regisseur und Aaron Sorkin lieferte das beste Drehbuch ab. Am wichtigsten: “The Social Network“ bekam auch den Preis als bester Film.

Ein wenig des Glanzes ging auch nach Deutschland. Der Film “Carlos“ des französischen Regisseurs Olivier Assayas wurde von der National Society of Film Critics als bester ausländischer Film geehrt. Die fünfeinhalbstündige Kurzserie über den Linksterroristen Édgar Ramírez, besser bekannt als “Carlos, der Schakal“, und seinen deutschen Helfer Johannes Weinrich ist eine deutsch-französische Koproduktion.

Der Preis für die beste Schauspielerin ging an eine Italienerin. Giovanna Mezzogiorno (“Die Liebe in den Zeiten der Cholera“, “Palermo Shooting“) wurde für ihre Rolle in “Vincere“ geehrt. Der Film schildert das Leben von Ida Dalser, der ersten Frau von Benito Mussolini, als der spätere Faschistenführer noch ein Sozialist war.

Auch die besten Nebenrollen waren nach Meinung der 46 Kritiker aus der Jury mit zwei Nicht-Amerikanern besetzt: Die Engländerin Olivia Williams wurde für ihre Rolle in Roman Polanskis Politikthriller “Der Ghostwriter“ ausgezeichnet und der Australier Geoffrey Rush für seinen Part in “The King's Speech“. “Inside Job“, ein Film über die Finanzkrise, wurde als bester Dokumentarfilm geehrt.

Der Galaabend in New York war der Auftakt zur diesjährigen Preissaison, die mit der Oscarverleihung Ende Februar ihren Höhepunkt haben wird.

dpa

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