Vorsicht ULOs

- Kinderfilme, die gekonnt Unterhaltung und etwas Anspruch miteinander verbinden, sind selten. Entweder wird gepredigt oder dem infantilen Nonsens gefrönt. "Erik im Land der Insekten" nach dem gleichnamigen Bestsellers des Niederländers Godfried Bomann ist eine angenehme Ausnahme. Gidi van Liempd inszeniert die Geschichte um den zehnjährigen Einzelgänger Erik (Jasper Oldenhof) einfühlsam und doch zeitgemäß. Erik soll in der Schule ein Referat über Insekten halten.

Auf der Suche nach Informationsmaterial stößt er auf eine alte Schautafel und schrumpft bei ihrer Ansicht auf Mini-Format. Plötzlich kann er sich mit eigenen Augen ein genaues Bild von Insekten machen, denn er ist nun nicht mehr viel größer als eine Ameise.

In einem Schneckenhotel trifft er allerhand Vertreter der Insektenfamilie - nette wie weniger nette - und lernt spielend für sein Referat. Und, viel wichtiger, einiges über sich selber. Tricktechnisch ist das verblüffend gut umgesetzt, ohne die Fantasie zu beschneiden.

Trotz modernster Effekte ist vieles liebenswert altmodisch gemacht, ohne überholt zu wirken. Dadurch gelingt es, die sympathische Botschaft unaufdringlich zu vermitteln. Ein charmanter kleiner Film, bei dem auch Eltern ihren Spaß haben, wenn zum Beispiel die größte Angst aller Insekten angesprochen wird: das ULO. Unbekannte Laufobjekte bedrohen ständig ihr Leben - Menschen.

(In München: Mathäser, Isabella.)

"Erik im Land der Insekten"

mit Jasper Oldenhof

Regie: Gidi van Liempd

Sehenswert

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