Kinotrailer und Filmkritik

"When the Game stands tall": Alles schon gesehen

Nach „Coach Carter“ hat Thomas Carter mit „When the Game stands tall“ wieder einen Sportfilm gedreht. Das kann der US-Regisseur aber eigentlich besser.

Das kann er besser. Thomas Carter hat wieder einen Sportfilm gedreht, wie schon 2003. In „Coach Carter“ ging’s um Basketball, diesmal nimmt sich der Regisseur Football vor. Erneut basiert die Geschichte auf einer wahren Begebenheit, ist aber nur ein Abklatsch von Sportfilm Nummer 1. Oder besser: von allen denkbaren US-Sportfilmen. Die funktionieren meist nach dem bekannten Schema: Eine Mannschaft nimmt durch Ansprachen eines Trainers Fahrt auf und gewinnt im Hymnen-unterlegten Finale das entscheidende Spiel.

In „When the Game stands tall“ ist das Team seit 151 Siegen ungeschlagen. Dann die erste Niederlage. Obwohl der Trainer in seiner Trauerrede für ein verstorbenes Teammitglied betont hatte, dass man weiterkämpfe, für Terrance, für seine Ideale. Viel Pathos also – noch so eine Zutat für Sportfilme dieser Art. Stets lautet die Botschaft: Du kannst alles schaffen, wenn du an deine Mannschaft denkst. Das Team ist alles. Weitergedacht heißt das: Dein Land ist alles. Filme wie dieser stützen den US-amerikanischen Traum, man könne alles erreichen. Alles schon gesehen.

von Katja Kraft

„When the Game stands tall“

mit Jim Caviezel

Regie: Thomas Carter

Laufzeit: 115 Minuten

Rubriklistenbild: © SnackTV

Auch interessant

Kommentare