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ARCHIV - Peter-Jürgen Book ( Vinzenz Kiefer; l) und Willy Peter Stoll ( Hannes Wegener) bei der Schleyer-Entführung in einer Szene des Films "Der Baader Meinhof Komplex".

Wieder deutsche Oscar-Chancen: "Baader Meinhof Komplex" nominiert

New York/Los Angeles - Das deutsche RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" hat Chancen auf einen Auslands-Oscar. Der Film des Erfolgsproduzenten Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel wurde am Donnerstag bei den Oscar-Nominierungen in Los Angeles in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film vorgeschlagen.

Zu den vier Mitbewerbern gehört auch der von der deutschen Produktionsfirma Razor Film in Berlin produzierte israelische Animationsfilm "Waltz With Bashir", der sich kürzlich bei den Golden Globes durchgesetzt hatte. Ebenfalls an den Start geht das österreichische Drama "Revanche". Die Oscars werden in den Nacht auf den 23. Februar in Hollywood vergeben.

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"Der Baader Meinhof Komplex" hatte es zuvor von insgesamt 65 Bewerbern schon auf eine "Shortlist" mit neun Favoriten geschafft. In der Endausscheidung tritt er gegen Filme aus Frankreich, Japan, Österreich und Israel an.

Der von der Kritik hochgelobte israelische Konkurrent "Waltz With Bashir" ist unter Mitarbeit der deutschen Produzenten Gerhard Meixner und Roman Paul entstanden. Der dokumentarische Animationsfilm geht den Erlebnissen eines jungen israelischen Soldaten im Libanonkrieg 1982 nach.

In den vergangenen beiden Jahrgängen hatten jeweils deutschsprachige Regisseure bei den Oscars triumphiert: 2007 war es Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film "Das Leben der Anderen", 2008 ging der Preis an den von Österreich eingereichten und mit Deutschland koproduzierten Film "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky.

dpa

Fotostrecke: Die wichtigsten Oscar-Nominierungen

Die wichtigsten Oscar-Nominierungen

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