S-Bahn: SEV wegen Polizeiermittlungen bei Daglfing - Störung auf der Stammstrecke

S-Bahn: SEV wegen Polizeiermittlungen bei Daglfing - Störung auf der Stammstrecke

Und wieder ein Profikiller

- Es gibt Dinge, die sollte man nicht tun. Filme über melancholische Profikiller zu drehen, gehört dazu. Spätestens seit Luc Bessons "Léon" ist dieses Thema abgehandelt. Danach haben im Gefolge des künstlerischen Hochstaplers Quentin Tarantino viele Regisseure professionelle Entleiber als Ikonen der Postmoderne stilisiert und dafür gesorgt, dass man einfach keine einsamen Berufsverbrecher auf der Leinwand mehr sehen möchte, die sich im Weltschmerz suhlen.

<P>Mennan Yapo hat nun mit "Lautlos" dennoch einen Film über einen Profikiller vorgelegt. Die Geschichte ist so vorhersehbar, wie zu befürchten war. Victor (Joachim Król) ist der Mörder, der emotionslos und effizient unerwünschte Personen der Unterwelt aus dem Leben scheiden lässt. </P><P>Der Mann verliebt sich. Objekt der Begierde ist just die Freundin (Nadja Uhl) eines seiner Opfer. Zunächst heftet er sich an ihre Fersen, um sie als potentielle Zeugin auszuschalten. Aber als sich die junge Dame aus Lebensüberdruss selbst töten will, wird sie von Victor gerettet, und fortan lieben sich die zwei verlorenen Seelen stumm, leidend und seltsam unbeteiligt.</P><P>Yapo hat das bewusst karg und visuell puristisch inszeniert, also Schwulst vermieden. Auch die unterkühlte Atmosphäre und Reserviertheit ist gewollt, aber der Sinn mag sich nicht so recht erschließen. Die Distanz zu den Figuren ist ja schon durch die konstruierte Handlung und hölzernen Dialoge gewährleistet. Mit zunehmender Dauer macht sich Belanglosigkeit breit, die bleiern über diesem Film liegt. </P><P>Angesichts dessen machen die Darsteller ihre Sache gut. Insbesondere Nadja Uhl gewinnt ihrem an sich unglaubwürdigem Charakter faszinierende Nuancen ab. Und Joachim Król schlägt sich als Killer - gegen den Strich besetzt - wacker. </P><P><BR>"Lautlos"<BR>mit Joachim Król, Nadja Uhl,<BR>Christian Berkel<BR>Regie: Mennan Yapo<BR>Erträglich <BR></P>

Auch interessant

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.