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"Willkommen bei den Hartmanns"

Flüchtlingskomödie

„Willkommen bei den Hartmanns“ geht ins Oscar-Rennen

Die Oscars werden zwar erst im März 2018 verliehen, doch für Deutschland wird es schon diesen Monat spannend: Eine Fachjury entscheidet, welcher deutsche Film ins Rennen um den Auslands-Oscar geht.

München - Die Macher des Films „Willkommen bei den Hartmanns“ wollen den Kinoerfolg ins Rennen um den Auslands-Oscar schicken. Der Film von Regisseur Simon Verhoeven, in dem eine Münchner Familie einen Flüchtling in ihr Haus aufnimmt, gehört zu insgesamt elf Bewerbern, die den begehrten Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film bei der Oscar-Verleihung im kommenden Jahr nach Deutschland holen wollen. Verhoevens Mama Senta Berger spielte eine der Hauptrollen und war furchtbar stolz auf ihren Sprössling, wie tz.de* berichtete.

Wie German Films, die Auslandsvertretung des Deutschen Films, am Donnerstag in München mitteilte, sind unter den Bewerbern außerdem „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Matti Geschonnek, „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin, „Paula“ von Christian Schwochow, „Jugend ohne Gott“ von Alain Gsponer, „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus, Tobias Wiemanns „Amelie rennt“, Sven Taddickens „Gleißendes Glück“, Marc Rothemunds „Mein Blind Date mit dem Leben“, „Jonathan“ von Piotr J. Lewandowski und das Drama „Western“ von Valeska Grisebach.

Wann fällt die Entscheidung?

Eine unabhängige Fachjury soll einen der Filme auswählen; die Entscheidung will German Films am 24. August bekannt geben. Damit ist der Streifen aber nicht gleich für den Auslands-Oscar nominiert. Über die Kandidaten in der Kategorie entscheidet die Academy in Hollywood. Die fünf Nominierungen werden am 23. Januar 2018 bekannt gegeben. Die 90. Verleihung des Filmpreises findet am 4. März 2018 in Hollywood statt.

Die Auslandsvertretung des deutschen Films schlägt jedes Jahr einen Kandidaten vor, der für Deutschland ins Oscar-Rennen geht. Der letzte Film, der dann auch offiziell für den Auslands-Oscar nominiert wurde, war die Tragikkomödie „Toni Erdmann“ von Maren Ade im vergangenen Jahr, die dann aber leer ausging. Die Regisseurin war aber damals nicht enttäuscht über die Niederlage, wie tz.de* berichtete.

Dies deutschen Filme haben einen Oscar gewonnen

Den Auslands-Oscar haben bislang vier deutsche Filme gewonnen: Volker Schlöndorffs „Blechtrommel“ (1979), István Szabós „Mephisto“ (1981), Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“ (2003) und „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck (2007).

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Readktionsnetzwerkes.

dpa

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