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Als ein Motorrad-Taxifahrer arbeitet Geofrey heute.

Sehenswerter Aufklärungsfilm

„Wrong Elements“: Im Herzen Afrikas

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München - „Wrong Elements“ von Jonathan Littell liefert wichtige Aufklärung.

Für Gottesstaaten kämpfen nicht nur radikale Muslime. Es gibt auch christliche Esoteriker, die damit liebäugeln. In Zentralafrika halten sich etwa noch immer Krieger der Lord’s Resistance Army (LRA) versteckt. Die LRA entstand 1989 als Rebellenbewegung gegen die ugandische Regierung. Doch wurde daraus eine Terrorgruppe, die ihre eigenen Leute zwangsrekrutierte und verheizte. Ihr Anführer, Joseph Kony, ein irrer Sektenpascha, ist nach wie vor auf freiem Fuß.

Jonathan Littell greift das Thema in seinem Dokumentarfilm „Wrong Elements“ auf. Der franko-amerikanische Schriftsteller veröffentlicht seit 2010 in der französischen Zeitung „Le Monde“ immer wieder Reportagen zum Thema. In seinem Film widmet er sich Geofrey, Lapisa, Mike und Nighty, die als Kinder entführt und zu Soldaten der LRA gemacht wurden. Sie hatten, so zynisch das klingt, Glück im Unglück, überlebten und sind dem Terror entronnen. Doch psychisch lässt sie das Grauen nicht los. Nighty ist Mutter eines Kindes von Kony – sie wurde nicht nur als Tötungsmaschine, sondern auch als Sexsklavin missbraucht.

Littell lässt sich Zeit mit seiner Erzählung, manchmal etwas zu viel. Dennoch ist ihm ein wichtiger, sehenswerter Aufklärungsfilm gelungen. Mit starken Bildern, überlegt ausgewählter Musik und harten, klaren Analysen zeigt er auf, wie brutal Menschen mit Menschen umgehen.

„Wrong Elements“

Regie: Jonathan Littell

Laufzeit: 133 Minuten

Sehenswert

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