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Pal Waaktaar-Savoy (von links) Morten Harket und Magne Furuholmen versuchen es wieder miteinander.

Comeback zum Jubiläum

„Gemeinsames Schicksal“: a-ha ist zurück

Berlin - Fünf Jahre hat die Trennung gehalten - zum 30-jährigen Band-Jubiläum ist a-ha wieder da. In Berlin kündigen sie ein Album und eine Tour an. Auch Brasilien hat sie bald wieder.

„a-ha has something to say“ (a-ha hat etwas zu mitzuteilen): Unter diesem Motto lädt die norwegische Botschaft in Berlin zu einer Pressekonferenz am Mittwoch mit dem vielleicht berühmtesten Kulturexport des Landes. Die Band wolle über ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sprechen, heißt es. Fünf Jahre nach der Trennung hat die Popgruppe a-ha also wieder eine Zukunft. Wie sich herausstellt, sieht die so aus: Im September erscheint ein neues Album, im April 2016 gibt es eine Deutschland-Tour.

„Wir haben eine 30-jährige Karriere ohne Sex und Drogen hinter uns“, scherzt Keyboarder Magne Furuholmen (52) in einem Saal voller Journalisten aus Deutschland, Norwegen, England. „Wenn man dann auch noch den Rock'n'Roll wegnimmt, bleibt sehr wenig übrig.“

Tatsächlich ist Rock'n'Roll nie das Markenzeichen von a-ha gewesen. Ganz im Zeichen der Zeit machen sie sich in den 80er Jahren mit Synth-Pop einen Namen. Ihre erste Single „Take On Me“ wird 1985 gleich ein Riesenerfolg, landet in den USA und in Deutschland auf Platz eins der Charts. Dazu trägt auch das Musikvideo mit einer Mischung aus Animation und Realfilm bei, das im damals jungen Musiksender MTV rauf und runter läuft. Der Song ist bis heute der mit Abstand erfolgreichste Hit von a-ha.

Ein One-Hit-Wonder ist die Band deshalb lange nicht. Bis zu ihrer ersten Trennung 1994 veröffentlicht sie mehrere erfolgreiche Alben und bringt es auch in Südamerika zu großer Beliebtheit. Im Jahr 1991 tritt a-ha bei der zweiten Ausgabe des Rock-in-Rio-Festivals in Brasilien auf - vor fast 200 000 Zuschauern.

In diesem Jahr feiert das Festival ebenso wie a-ha sein 30. Jubiläum - und die drei Norweger wollen im September in Rio de Janeiro wieder dabei sein. „Dort auf die Bühne zu gehen und nichts Neues zu machen, hätte sich falsch angefühlt“, erzählt der mit seinen 55 Jahren jung und fit wirkende Sänger Morten Harket. Sie gehen also nicht mit leeren Händen nach Brasilien, sondern werden die neue Platte, „Cast in Steel“, im Gepäck haben.

In den fünf Jahren seit der jüngsten Trennung widmen sich die drei Bandmitglieder zwar eigenen Projekten, aber in Gedanken kommen sie immer wieder zu a-ha zurück. „Ich schrieb Songs und dachte manchmal plötzlich: Das klingt wie ein a-ha Song“, sagt Furuholmen. „a-ha ist unser gemeinsames Schicksal. Wir können dem nicht davonlaufen.“

„Eins ist klar“, fügt Gitarrist Paul Waaktaar-Savoy (53) hinzu. „Man kann uns nicht vertrauen, wenn wir sagen: Wir machen Schluss.“

dpa

Website a-ha

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