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Pressesprecher der Alternative für Deutschland, Christian Lüth.

Eklat an der Schaubühne

AfD-Sprecher filmt kritisches Stück über Fremdenfeindlichkeit

Berlin -  Mit Videoaufnahmen der Anti-AfD-Theatercollage „Fear“ an der Berliner Schaubühne hat der AfD-Sprecher Christian Lüth an der Berliner Schaubühne für einen Eklat gesorgt.

Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sprang während der Aufführung des Stücks von Falk Richter ein Schauspieler von der Bühne und drohte AfD-Sprecher Christian Lüth, der mit einer Kollegin im Publikum saß, mit Rausschmiss.

Die Videoaufnahme habe er inzwischen, wie vom Theater gefordert, gelöscht, sagte Lüth auf Anfrage. Das Stück sei „beleidigend und geschmacklos“. Besonders störe er sich an einer Szene, in der die AfD-Europaparlamentarierin Beatrix von Storch in einer sexuell aufgeladenen Umarmung mit ihrem Großvater, Hitlers Finanzminister Lutz Graf Schwerin von Krosigk, dargestellt werde. Auch dass die Parteivorsitzende Frauke Petry in dem Stück in eine Reihe mit dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik und der NSU-Extremistin Beate Zschäpe gestellt werde, sei inakzeptabel. Bislang habe kein Parteimitglied rechtliche Schritte gegen den Autor des Stückes eingeleitet. „Wir prüfen das aber noch“, sagte Lüth.

Theatermacher Falk Richter will mit dem Stück die neuen Ängste in der Gesellschaft thematisieren, die vielfach in Hass, Fremdenfeindlichkeit und Chauvinismus umschlagen. „Es gibt eine ganze Reihe von Protagonisten, die zurzeit Ängste schüren, um politisch an Einfluss zu gewinnen“, hatte er kürzlich in einem Interview gesagt. Diese Protagonisten kämen im Stück vor. „Wir untersuchen ihre Reden, ihre Art zu denken, ihre Rhetorik, klären auf über die verschiedenen Netzwerke, die sich im rechten Spektrum mittlerweile gebildet haben.“

Die gut zweistündige Performance mit Video- und Tanzelementen hatte bereits im Oktober Premiere. Kritiker der Aufführung haben eine Online-Petition auf den Weg gebracht, der Senat wurde darin aufgefordert, die Subventionen für das Stück einzustellen.  

dpa

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