"Alice in Wonderland" eröffnet Münchner Opernfestspiele

München - Mit großer Spannung werden die ersten Münchner Opernfestspiele unter der künstlerischen Gesamtleitung von Generalmusikdirektor Kent Nagano erwartet. Mit "Alice in Wonderland" geht der Nachfolger von Zubin Mehta neue Wege und präsentiert ein literarisches Musiktheater zum Auftakt der auch international gefragten Traditionsveranstaltung.

Die in Berlin lebende koreanische Komponistin Unsuk Chin hat für Lewis Carrols Kultklassiker die Musik geschrieben, Regie-Künstler Achim Freyer inszeniert die Uraufführung. Der Bayerische Rundfunk überträgt am Samstag von 19.30 Uhr an auf seiner Klassikwelle Bayern 4 die Premiere aus dem Münchner Nationaltheater.

Die Grenzüberschreitung zwischen den Kunstformen wird durch die Reihe Festspiel+ aufgenommen. Dazu hat die kalifornische Video- und Installationskünstlerin Diana Thater zusammen mit sechs weiteren Künstlern eine Ausstellung zusammengestellt, die sich mit Motiven aus "Alice in Wonderland" beschäftigt und an verschiedenen Orten zwischen Oper und Pinakothek der Moderne gezeigt wird. Zum offiziellen Auftakt der Festspiele spricht an diesem Donnerstag im neuen Jüdischen Gemeindezentrum der US-amerikanische Kultursoziologe Richard Sennett zum Festspiel-Thema "Dialog der Kulturen". Eine Vielzahl von Künstlern geben zudem am Freitag bei der HBV-Festspielnacht in den Fünf Höfen einen Vorgeschmack auf die Opernfestspiele.

Als zweite Premiere steht am 21. Juli im Prinzregententheater Gioachino Rossinis Oper "Il turco in Italia" auf dem Programm. Christof Loy hat die Geschichte um einen türkischen Fürsten auf Studienreise in Italien bereits 2005 für die Hamburgische Staatsoper inszeniert. Musiktheater für junge Menschen bietet die Bayerische Staatsoper mit dem Stück "Die erste Liebe" von Minas Bobourdakis. Nagano dirigiert die Uraufführung im Marstall-Theater (25. Juli), in der sich Mitglieder der Orchesterakademie und des Opernstudios präsentieren. Zu den Höhepunkten der Opernfestspiele zählt auch ein Wagner-Galakonzert (8. Juli) mit Placido Domingo, Waltraud Meier, René Pape und Martin Gantner. Im Rahmen von "Oper für alle" wird in diesem Jahr Modest Mussorgskys Oper "Chowanschtschina" live auf dem Max-Joseph-Platz übertragen. Insgesamt werden bis zum 31. Juli 17 Opern aus dem Repertoire gezeigt.

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