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Faszinierende Songs mit gerade mal 23: Amy MacDonald.

Kleines Wunder aus Schottland

München - Mit gerade einmal 23 Jahren hat Amy MacDonald den Aufstieg vom Geheimtipp zur Plattenmillionärin geschafft. Ihre hübschen Melodien und gelungen Texte präsentierte sie jetzt live im Zenith.

Der Legende nach wollte bei der Plattenfirma niemand glauben, dass die Lieder, mit der sich der Teenie Amy MacDonald vorstellte, Eigenkompositionen waren. Zu zeitlos wirkten die Melodien, zu abgeklärt die bittersüßen Texte. Und auch live, im Zenith, fragt man sich pausenlos: Wie kommt dieses so völlig normal wirkende Vorstadtmädchen aus Glasgow, deren schottischer Akzent breiter ist als die Einflugschneise des Münchner Fluhafens, auf all die wunderbaren Lieder? Mit nur zwei Alben im Rücken ein vollständiges Konzert ohne Hänger zu bestreiten, das grenzt an ein kleines Wunder.

Unglaublich viele hübsche Melodien entdeckt man und dazu gelungene Texte. MacDonald ist gerade mal 23 Jahre jung, und es ist bemerkenswert, wie gut sie den rasanten Aufstieg vom Geheimtipp zur Plattenmillionärin weggesteckt hat. Die Frau ist erkennbar nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern plaudert unbefangen mit dem Publikum und konzentriert sich ansonsten völlig auf ihre Musik.

Man spürt die Energie durch ihren Körper pulsieren – live klingen ihre Lieder noch kraftvoller, zwingender als auf CD. Am Beginn des Zugabenblocks ist der Triumph perfekt: Da schleudert sie, alleine an der Gitarre, den Springsteen- Klassiker Born to Run so leidenschaftlich in den Saal, dass sich dem „Boss“ höchstselbst die Nackenhaare aufgestellt hätten. Die Frau kann was, und es ist gut möglich, dass Amy McDonalds wirklich guten Zeiten erst noch kommen.

Zoran Gojic

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