+
Das Operndiva Anna Netrebko bedankt sich am 15.01.2013 bei dem Publikum in der Laeiszhalle in Hamburg.

Einziger Auftritt in Deutschland

Netrebko und Schrott begeistern in Hamburg

Hamburg - Die Opern-Popstars Anna Netrebko und Erwin Schrott haben ihr einziges gemeinsames Deutschland-Konzert 2013 absolviert. In Hamburg boten die beiden einen Abend voller Lichtblicke.

Bei ihrem einzigen gemeinsamen Deutschland-Auftritt in diesem Jahr sind Anna Netrebko und Erwin Schrott am Dienstagabend in Hamburg begeistert gefeiert worden. Die rund 1800 Zuhörer in der ausverkauften Laeiszhalle bejubelten die Darbietung des Opern-Paares mit tosendem Beifall und Fußgetrampel.

Den Auftakt zu einem energiegeladenen Programm lieferten die Hamburger Symphoniker unter der Leitung von Dirigent Claudio Vandelli mit der Ouvertüre aus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Im weiteren Verlauf des Abends sangen sich Netrebko und Schrott jedoch mit einer Mischung aus Oper, Operette und Tango immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Im schulterfreien hellen Kleid mit silbernem Glitzergürtel sicherte sich die mittlerweile 41 Jahre alte Sopranistin mit ihrem Paradestück „Il Bacio“ und ans Publikum gerichteten Kusshänden schon früh die Gunst der Besucher. Ihr Lebensgefährte Schrott, mit dem Netrebko einen gemeinsamen Sohn hat, musste deutlich länger warten, bis auch er eine solche Zärtlichkeitsbekundung erhaschen konnte.

Bis dahin konnte der Bassbariton - teilweise begleitet vom Norddeutschen Figuralchor - in Auszügen aus Mozarts „Don Giovanni“, Charles Gounods „Faust“-Oper und dem „Liebestrank“ von Gaetano Donizetti mit dunkler, kraftvoller Stimme unter Beweis stellen, weshalb auch er regelmäßig in den großen Opernhäusern der Welt auftritt.

Stimmlich zeigte sich Schrott der Diva gewachsen, modisch präsentierte er sich zurückhaltender. Während Netrebko die Pause des zweieinhalbstündigen Konzerts nutzte, um in ein wallendes rotes Kleid zu schlüpfen, absolvierte der Uruguayer den gesamten Abend im schlichten dunklen Anzug mit weißem Hemd.

In diesem Aufzug nahm er die Zuhörer auch auf kleine musikalische Ausflüge in seine südamerikanische Heimat mit. Die dankten es ihm und seiner Bühnenpartnerin zum Schluss, erhoben sich von ihren Plätzen und spendeten Beifall im Stehen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Albträume im La-Le-Lulu-Land
Die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari hat zum ersten Mal am Theater gearbeitet und für die Salzburger Festspiele in Hallein Frank Wedekinds „Lulu“ …
Albträume im La-Le-Lulu-Land
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
Die Arena di Verona kämpft mit Affären und Finanznot. Hilfe verspricht man sich von einem Sanierungsplan - und einer Uralt-„Aida“.
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Er ist Kapitän der Rockband Eisbrecher, deren neues Album „Sturmfahrt“ jetzt erscheint. Wir sprachen mit Alexander Wesselsky über die neue Platte, billiges Fleisch und …
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Kas mit Karoline
Das New Yorker Regieduo 600 Highwaymen versuchte sich im Auftrag der Salzburger Festspiele an Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“. Lesen Sie hier unsere …
Kas mit Karoline

Kommentare