Architektur-Biennale startet in Venedig

Venedig - Unter dem Titel "Da draußen: Architektur jenseits des Bauens" öffnet am kommenden Sonntag die 11. Architektur-Biennale in Venedig ihre Pforten.

Im Mittelpunkt stehen eigens für die Schau realisierte Installationen, "Manifeste" - Entwürfe in Video und Papier - sowie utopische Szenarien, die eine Antwort auf die zentrale Frage des Kurators Aaron Betsky geben sollen: "Wie können wir uns durch Architektur die moderne Welt zu unserem Zuhause machen?" Offiziell eröffnet wird die Mega-Schau am Samstag. Im Rahmen der Feier werden auch die Goldenen Löwen für die besten Beiträge verliehen. Der Ehrenlöwen für sein Lebenswerk erhält in diesem Jahr Frank Gehry.

Der gebürtige Kanadier Gehry (79), der seit vielen Jahren in Kalifornien lebt, ist vor allem für seinen durch gebrochene Geometrie und die Transformation bekannter Formen geprägten Baustil bekannt. Unter anderem schuf er den Gehry-Tower in Hannover, die Gehry-Häuser im Medienhafen von Düsseldorf, das Tanzende Haus in Prag und das Guggenheim-Museum in Bilbao. "Die Architektur Gehrys ist das moderne Beispiel dafür, wie Architektur über das pure Bauen hinausgehen kann", begründete Aaron Betsky im Juni die Entscheidung der Biennale-Leitung.

Der 50-jährige Betsky, der in der USA geboren wurde und in den Niederlanden ausgewachsen ist, leitet die Biennale zum ersten Mal. Neben der internationalen Schau in den 300 Meter langen Werfthallen des "Arsenale" bricht die diesjährige Schau mit 65 Länderpavillons im Park der "Giardini della Biennale" alle bisherigen Rekorde. Deutschland wird am Canal Grande von den jungen Architekten Friedrich von Borries und Matthias von Böttger vertreten, die zusammen die Berliner Agentur "Raumtaktik" leiten. Der Pavillon sollte am Nachmittag feierlich eröffnet werden.

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