Segelflugzeug stürzt in den Ammergauer Alpen ab - Rettungseinsatz läuft 

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Bemerkenswert präzise interagieren die Tänzer mit den visuellen Projektionen im Bühnenhintergrund.

Olympiahalle

Atemberaubend: Flying Illusions in der Olympiahalle

München - Choreografie, Kulisse, Artistik, Licht, Ton – alles außerordentlich famos bei „Flying Illusions“ in der ausverkauften Münchner Olympiahalle. Bloß die Geschichte ist zum Erbarmen dünn.

Irgendwelche dunklen Mächte erhalten alle 10 000 Jahre die Chance, die Erde zu knechten, und die Flying Heroes sind die Einzigen, die das verhindern können. Mit einem „Battle“, wie das heute wohl heißt. Na ja.

Lässt man dieses Nichts an Handlung beiseite, und das tut die Show glücklicherweise, ist der Abend sehr unterhaltsam. Ziemlich ambitioniert werden 3D-Projektionen und Videoeinspielungen verwendet, um Raum und Zeit zu manipulieren, während die zehn Herren und zwei Damen auf der Bühne ihr wirklich atemberaubendes Können vorführen. Bemerkenswert präzise interagieren sie mit den virtuellen Elementen auf der Bühne und bieten körperliche Höchstleistungen – das ist nicht einfach Tanz, das ist Leistungssport.

Mit Hip-Hop, wie im schnappatmigen Marketing des Sponsors angekündigt, hat das in Wahrheit wenig zu tun. Die Musik klingt zwischendrin eher nach den Einstürzenden Neubauten oder Vangelis. Visuell ist das über weite Strecken klassisches Tanztheater mit Stilmitteln des expressionistischen Stummfilms und mit brillanten visuellen Ideen, die an Robert Wilson erinnern. Im Grunde eine Art Avantgarde-Ballett, das am Ende zu Recht lautstark bejubelt wird. Wenn man etwas bemängeln darf, dann den Etikettenschwindel. Das war kein cooles Spaß-Spektakel, sondern eine recht ehrgeizige Talentprobe von Könnern. 

Zoran Gojic

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