Der Aufreger

- Seine intensivste Arbeit war die Installation für den deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 1993. Weniger Hans Haackes plakative Signale, Hitler-Porträt und D-Mark, waren wirkungsmächtig, vielmehr der aufgerissene Boden das Baus namens "Germania".

Die Steinplatten lagen zertrümmert, gemahnten an Geschichte, aber auch an Caspar David Friedrichs Eisschollen der "Gescheiterten Hoffnung".

Haacke, der am Samstag seinen 70. feiert, agiert aber in der Regel direkter. Und trifft damit ziemlich oft einen Nerv. Der Konzeptkünstler, der in Köln geboren wurde, in Kassel studierte und schon viele Jahrzehnte in New York lebt, macht klare sozialpolitische Aussagen. Zuletzt erregten sich viele über seinen riesigen Erd-Trog für den Reichstag in Berlin, den er mit der Widmung "Der Bevölkerung" versah und somit das Nationale ("Dem deutschen Volke") bewusst umging.

Aber nicht nur hierzulande reagiert man bisweilen empfindlich. Schon in den 70er-Jahren wagte sich das Guggenheim-Museum nicht an eine Haacke-Schau: weil der Künstler die Machenschaften eines Maklers bloßstellte.

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