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Möchten ein Stück Inselgeschichte filmisch bewahren: (v.li.) Gerald Grote, Sven Bohde und Claus Oppermann.

Aufruf an die Leser:

Diese Filmemacher suchen Ihre Sylt-Erinnerungen

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Aufruf an unsere Leser: Drei Filmemacher suchen Privataufnahmen von der Insel Sylt für eine Dokumentation.

Der Bayer an sich hat einfach Sinn für Gemütlichkeit. Der weiß, wo’s schee is auf der Welt. Kein Wunder also, dass besonders viele Bayern regelmäßig auf Sylt Urlaub machen und viele dort ein Domizil haben. Genau darauf setzen die drei Filmemacher Gerald Grote, Sven Bohde und Claus Oppermann von der Filmproduktion „Einfallsreich“ aus Kiel. Sie möchten das Inselleben dokumentieren – und sammeln dazu historische Aufnahmen. „Wir möchten zeigen, wie es einst auf der Nordseeinsel war und was sich verändert hat“, sagt Oppermann.

Erste Aufnahmen haben sie bereits gesammelt – sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe. Vieles spielt naturgemäß am Wasser. Doch auch Themen wie die sich verändernde Immobilienlandschaft auf Sylt interessieren die Produzenten.

Kuriositäten, aber auch ernste Dinge wie Sturmfluten und Küstenschutz oder die immer teurer werdenden Immobilien werde der Film thematisieren. Und da kommen die bayerischen Touristen ins Spiel: Grote, Bohde und Oppermann freuen sich über sämtliche private Aufnahmen, die noch nie öffentlich zu sehen waren. „Wir vermuten, dass viele Filmschätze in Kellern oder auf Dachböden lagern“, erklärt Bohde. „Mythos im Meer“, so der Titel des Films, möchte all die Besonderheiten der Insel unterbringen.

Warum gerade Sylt? „Weil die Insel ein legendäres Image hat. Mehr als 800 000 Gäste zählt sie pro Jahr. Für diese Menschen produzieren wir unseren Film“, meint Grote. „Wir wollen aber nicht nur die Insulaner und Touristen ansprechen, sondern auch die, die bisher noch nie auf Sylt waren, um ihnen zu zeigen, wie spektakulär es dort ist.“ Außerdem geht es dem Filmteam darum, ein Stück Inselgeschichte filmisch zu bewahren.

Seit einem Jahr sind Oppermann, Grote und Bohde auf der Suche nach geeignetem Material. „Wenn sich Schmalfilmer bei uns melden, bieten wir ihnen an, die Rollen persönlich einzusammeln, damit das Material nicht auf dem Postweg verloren geht“, erklärt Bohde. „Auf diese Weise lernen sie uns gut kennen. Ihr Vertrauen ist unser größtes Kapital.“

Das Team sammelt Aufnahmen jedes Formats. „Aber es muss Film sein! Videos oder Fotos nutzen wir nicht“, so Oppermann. „Wir lieben die Ästhetik von Film.“ Das Material digitalisieren die drei selbst. Dafür haben sie sich das beste Abtastgerät angeschafft, das es derzeit auf dem Markt gibt. „Nachdem wir das Material digitalisiert haben, sieht es nach einer Bildkorrektur besser aus als jemals zuvor“, erzählt Grote. Knapp 200 Filmrollen mit etwa 50 Stunden Material haben sie bereits gesammelt. Finanziert wird das Projekt über Filmförderung, Sponsoren und Crowdfunding.

Demnächst interviewen sie einige der Filmgeber und setzen sich an den Schnitt, lassen eigene Musik komponieren und den Kommentartext von einem Sprecher einsprechen. Premiere soll der Film im kommenden Jahr auf Sylt feiern. Vielleicht auch mit einigen bayerischen Beiträgen.

Kontakt:

Wer privates Filmmaterial von Sylt hat, kann sich per sven.bohde@8mm-kino.de an Sven Bohde wenden.

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