Großfahndung: 12-Jähriger nach Bayern-Spiel vermisst

Großfahndung: 12-Jähriger nach Bayern-Spiel vermisst
+
„Meistersinger“ spielt 2017 in Wagners Villa: (v.li.) Anne Schwanewilms (Eva), Klaus Florian Vogt (Stolzing), Michael Volle (Sachs). 

Auftakt der Bayreuther Festspiele

Unsere Nacht- und Videokritik zu den „Meistersingern von Nürnberg“

  • schließen

Gestern Abend eröffnete Barrie Koskys Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ die Bayreuther Festspiele. Hier die ersten Eindrücke unseres Kritikers:

Bayreuth – Das gab was auf die Augen und auf die Ohren. Für Regisseur Barrie Kosky sind Wagners „Meistersinger von Nürnberg“, die am Dienstagabend Premiere hatten, zweierlei: eine deftige Komödie, Chargieren erlaubt – und im Falle von Beckmesser eine unverhohlene Juden-Karikatur. Zum Ende des zweiten Akts bläst sich ein Riesenkopf mit Kippa und Schläfenlocken auf, vorher spielte alles in der Bayreuther Villa Wahnfried als Familientreffen bei Wagners, zu dem der linkische jüdische Dirigent Hermann Levi alias Beckmesser geladen ist. Sachs ist Wagner, David aber auch, Eva ist Cosima, eine historische Folie, die’s nicht unbedingt braucht. Politisch wird es auch, zum Ende des ersten Akts findet sich Sachs im Saal der Nürnberger Prozesse wieder. Koskys Humor ist hart an der Grenze zur Belästigung, Johannes Martin Kränzle als Beckmesser grandios. Dirigent Philippe Jordan lässt das Festspielorchester entsprechend saftig und detailscharf musizieren. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Baselitz und Deutschland
Der Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz über Erinnerungen, Klassiker und Widerständler, Deutschland und Nationalismus
Baselitz und Deutschland
Der letzte Stummfilm-Schrei
Das Orchester Jakobsplatz spielte im Rahmen seiner Reihe „Flimmerkammer“ in den Münchner Kammerspielen zu „Der Student von Prag“. Lesen Sie hier unsere Kritik:
Der letzte Stummfilm-Schrei
Pussy Riot wollen nicht aufgeben
Sie war im Straflager und gilt als Ikone des Widerstands: Pussy-Riot-Aktivistin Mascha Alechina kommt jetzt in die Münchner Muffathalle. 
Pussy Riot wollen nicht aufgeben
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
David Guetta war am Donnerstag in der Olympiahalle zu Gast und begeisterte einmal mehr sein Publikum. Auch unsere Redakteurin war mit dabei - und fand es einfach nur …
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht

Kommentare