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Ein Konzert als klares politisches Statement: Joan Baez trat in der Münchner Philharmonie auf.

Konzert in Münchner Philharmonie

Grüße an Trump: Joan Baez begeistert mit Friedens- und Liebesmusik

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Joan Baez ist mit der Politik von Donald Trump überhaupt nicht einverstanden. Das unterstreicht die Musikerin bei ihrem Auftritt in der Münchner Philharmonie.

München - Würde sich Joan Baez nicht gerade auf Abschiedstournee befinden, wäre sie vermutlich bei den Massenprotesten gegen Waffengewalt in den USA mitmarschiert. In Gedanken ist sie bei den Schülern, die nach dem Amoklauf Mitte Februar in einer Highschool in Parkland (Florida) die Bewegung „March for our Lives“ ins Leben gerufen haben. Bei ihrem ausverkauften Konzert am Montagabend in der Münchner Philharmonie widmet die Folk-Ikone „diesen intelligenten jungen Menschen“ (Zitat Baez) extra ein Lied: „The Times They Are A-Changin’“ ihres langjährigen Weggefährten Bob Dylan aus dem Jahr 1964.

Allein, nur mit Gitarre, singt die 77-Jährige, als wäre sie selbst noch Jugendliche. Die Stimme hat im Laufe der vergangenen knapp 60 Jahre ihrer Karriere keinen einzigen Kratzer abbekommen - ihre Botschaft sowieso nicht: Frieden. Joan Baez ist der lebende Beweis dafür, dass man nicht laut und polternd sein muss, um gehört und ernst genommen zu werden. Es ist der Inhalt, der zählt. Schöne Grüße an Donald Trump. 

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Unterstützt von Gitarre und Percussion

Trio auf der Bühne: Joan Baez wird von zwei Musikern begleitet.

Von den knapp zwei Stunden (inklusive Zugaben) spielt sie etwa die Hälfte allein, beim Rest wird sie unterstützt von zwei grandiosen, weil ebenfalls unaufdringlichen Begleitmusikern an Gitarren und Percussion. Baez nimmt das Publikum mit auf einen Spaziergang durch die Welt der Folk-, Friedens-, Protest- und Liebesmusik, sie singt „Imagine“ von John Lennon, „Me And Bobby McGee“ (Janis Joplin), „It’s all over now, Baby Blue“ (Dylan), „House of the Rising Sun“ (The Animals), „The Boxer“ (Simon & Garfunkel) und „Sag’ mir wo die Blumen sind“ sowie „Der Mond ist aufgegangen“, beides auf Deutsch.

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Außerdem das eigene „Diamonds and Rust“, das ebenfalls an keinem Lagerfeuer fehlen darf, sowie weitere Cover-Versionen von ihrem aktuellen Album „Whistle Down The Wind“. „Fare Thee Well“ lautet der Titel ihrer Tournee, die als ihre letzte gilt. Bitte nicht. Die Welt ist noch lange nicht reif genug, um ohne Menschen wie Joan Baez auszukommen. Immerhin: Wegen der großen Nachfrage spielt sie am 16. Februar 2019 ein Zusatzkonzert in München.

Armin Rösl

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