Ausstellung mit Schriftsteller-Porträts

- Über 100 Porträts von Schriftstellern aus der Sammlung von Marcel Reich-Ranicki sind ab Donnerstag, 2. Oktober, bis zum 4. Januar im Jüdischen Museum in Frankfurt zu sehen. Die vom Frankfurter Literaturkritiker gesammelten Zeichnungen, Lithographien und Radierungen reichen von Goethe über Thomas Mann bis zu Günter Grass.

<P>Frankfurt/Main - Sie sind oft von bekannten Malern und Grafikern wie Max Liebermann, Otto Dix oder Gustav Seitz gefertigt. Darunter sind auch jüdische Künstler wie Hermann Struck oder Eugen Spiro, die vor 1933 zu den bekanntesten Porträtisten Deutschlands zählten. Zu sehen sind auch Bildnisse jüdischer Autoren wie Lion Feuchtwanger. Reich-Ranicki hat seine Sammlung dem Jüdischen Museum geschenkt. </P><P>Der Kritiker, der nach eigenen Worten kein "Kunstkenner" ist, begann die Sammlung 1967 eher zufällig mit dem Erwerb eines Bertolt-Brecht-Porträts. In der Folge habe er oft für wenig Geld Autoren gekauft, die ihn persönlich interessierten, sagte Reich-Ranicki am Mittwoch in Frankfurt. Zu seinen Lieblingsobjekten gehörten die Max-Liebermann-Porträts von Thomas Mann und Theodor Fontane. "Durch die Sammlung soll auch Interesse an Schriftstellern geweckt werden, die zu Unrecht vergessen sind", sagte Reich-Ranicki. Er habe sich nur schweren Herzens von den Bildern trennen können. </P><P>"Da ich 83 Jahre alt bin und mir die Wahrscheinlichkeitsrechnung richtig beigebracht wurde, hielt ich es für richtig, die Sammlung zu verschenken", sagte Reich-Ranicki. Die Schau wird im März in München und vermutlich danach in anderen deutschen Städten gezeigt. (Internet: Jüdisches Museum: http://www.juedischesmuseum.de) </P>

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