Waffenhändler vom Münchner Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

Waffenhändler vom Münchner Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

Von Autoren geliebt

- Im Jahr 2004 wurde Karl Blessing, der 1996 zusammen mit der Bertelsmann Buch AG seinen eigenen Verlag gegründet hatte, vom Branchenmagazin BuchMarkt zum Verleger des Jahres in Deutschland gewählt. Am Samstag ist Blessing im Alter von 63 Jahren in einem Münchner Krankenhaus nach schwerer Krankheit gestorben.

<P>Der gebürtige Berliner, Spross einer Bankerdynastie, war innerhalb der Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) der Geschäftsführer des Karl Blessing Verlages. "Er war einer der großartigsten Verleger seiner Generation", sagte sein Random-House-Kollege Klaus Eck. Auch in Zukunft solle der Verlag den Namen von Karl Blessing tragen. Denn dies wäre sicher auch im Sinne des verstorbenen Namensgebers. Die Trauerfeier für Blessing findet am Donnerstag, den 17. März auf dem Münchner Nordfriedhof statt.</P><P>Nachdem er lange Jahre in führenden Positionen in der Verlagsbranche tätig war, leitete Blessing von 1982 bis 1995 die zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Häuser Droemer, Knaur und Kindler. Nach internen Differenzen verließ Blessing schließlich den Stuttgarter Medienkonzern, um seinen eigenen Verlag zu gründen und dort Belletristik und Sachbücher herauszubringen. Blessing, der nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie über die Frühwerke Alfred Döblins promovierte, galt in Branchenkreisen als sehr erfolgreicher Büchermacher und brachte es zu zahlreichen Bestsellern. Derzeit ist Frank Schirrmachers "Methusalem-Komplott" unter den Rennern. Zu den von ihm verlegten Autoren zählen außerdem Noah Gordon ("Der Medicus"), Robert Schneider ("Die Luftgängerin"), Kathy Reich und Tom Wolfe sowie die Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Bruno Jonas. </P><P>Auch bis dahin unbekannte Autoren wie die Inderin Arundhati Roy ("Der Gott der kleinen Dinge") machte Blessing in Deutschland bekannt. <BR>Jürgen A. Bach, Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sagte, Blessing habe kein Risiko gescheut und Autoren auch durch schwierige Phasen begleitet: "Die Autoren haben ihn geliebt." <BR></P>

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