Bachler kann kommen

- Die Querelen um die Neubesetzung der Intendantenstelle bei der Bayerischen Staatsoper sind beigelegt. Der Vertrag mit dem ursprünglich vorgesehenen Christoph Albrecht (60), langjähriger Leiter der Dresdner Semperoper und jetziger Präsident der Bayerischen Theaterakademie, ist aufgelöst worden. Damit ist der Weg frei für eine Vertragsunterzeichnung mit Klaus Bachler (54), dem Intendanten des Wiener Burgtheaters. Er soll 2008 nach München kommen.

Über die Höhe der Abfindung für Albrecht sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Toni Schmid vom Bayerischen Kunstministerium im Landtag. Die Vertragsauflösung mit Albrecht sei am Dienstag unterzeichnet worden. Im Landtagsausschuss für Hochschulen und Kunst sorgte der Bericht von Schmid für Dissonanzen. SPD und Grüne warfen dem Ministerium Ungeschicklichkeit vor, weil es Bachler Anfang Mai als künftigen Intendanten präsentiert hatte, obwohl die Verhandlungen zur Vertragsauflösung mit Albrecht noch im Gange waren. "Man muss doch so lange das Wasser halten können, bis die Auflösung unter Dach und Fach ist", so der SPD-Abgeordnete Peter Hufe.<BR><BR>Durch das Hin und Her und die nun fällige Abfindung seien unnötige Kosten für den Steuerzahler entstanden, bemängelte Grünen-Abgeordnete Ulrike Gote. Schon von Anfang an habe es Fragezeichen gegeben, ob die Kooperation zwischen Albrecht und dem designierten Generalmusikdirektor Kent Nagano funktionieren könne. Dem widersprach Schmid energisch: Erst relativ spät seien zur Zusammenarbeit mit Albrecht Signale aus der Staatsoper mit dem Tenor "es geht nicht" gekommen. In dieser Situation habe man personell rasch reagieren müssen.<BR><BR>Die Abfindung für Albrecht, über die der Ausschuss in geheimer Sitzung informiert werden soll, nannte der jetzige Intendant Sir Peter Jonas "minimal" im Vergleich zu dem Schaden, der für die Oper bei einer über längere Zeit ungelösten Intendantenfrage entstanden wäre. Geraunt wird in diesem Zusammenhang von einer Million Euro.<P> </P>

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