Der Autor Philipp Weiss verspeist sein Manuskript.

Bachmann-Autor verspeist Manuskript

Klagenfurt - Der österreichische Autor Philipp Weiss hat am ersten Tag des renommierten Vorlesewettbewerbs un den 33. Ingeborg Bachmann-Preis für Aufregung gesorgt.

Der in Wien lebende Schriftsteller verspeiste nach der Lesung sein Manuskript mit dem Hinweis, dies sei ein “notwendiger Bestandteil des Textes“. Weiss hatte als zweiter von insgesamt 14 Autoren gelesen. In seinem Beitrag geht es um einen Autor der wegen unerklärlicher Bauchschmerzen in ein Krankenhaus geht. Am Ende einer Magenspülung wird in seinem Innern der fertige Text gefunden.

Weiss' Vortrag wurde nicht von allen sieben Juroren positiv beurteilt. Kritiker Paul Jandl etwa meinte: “Nichts ist so anstrengend, wie Humor, den man nicht teilt.“ Weiss hatte schon bei seiner Einführung für etwas Stirnrunzeln mit einem Kurzvideo-Porträt gesorgt, das ausschließlich sein Gesicht in einer Art Pantomime zeigte. Insgesamt lasen am ersten der drei Wettbewerbstage fünf der Kandidaten, drei Deutsche, ein Schweizer und ein Österreicher.

dpa

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