Bach-Rekonstruktion

- Bachs Matthäus-Passion, die Johannes-Passion - alles bekannt, alles zur Genüge auf vorösterlichen Programmzetteln auffindbar. Aber was ist eigentlich die Markus-Passion, die am 25. Februar im Münchner Herkulessaal gespielt wird? Uraufgeführt wurde Bachs Opus 1731 in der Leipziger Thomaskirche. Nur: Lediglich der Text Picanders ist erhalten und einige wenige Musiknummern.

Was nun zu hören sein wird, ist eine Rekonstruktion des Dirigenten Ton Koopman, der dafür andere Stücke Bachs und eigene Rezitative verwendete und das Ergebnis auch schon auf CD präsentierte. "Wir wollten mit dieser Werkwahl wegkommen von den üblichen, immer gleichen Programmauswahl", sagt Philipp Amelung, Dirigent und Initiator des Münchner Konzerts. Der Gründer des Bach-Ensembles München und zugleich Interimschef des Münchener Bach-Chores, hat die "Uraufführung" der vervollständigten Passion 1999 in Stuttgart gehört und war sofort vom Opus begeistert.<BR><BR>Mit der Markus-Passion möchte sein Bach-Ensemble laut Amelung zugleich sein "erstes großes Lebenszeichen" geben. 1997 wurde es gegründet, um Werke in kleiner, der Barockmusik angemessener Besetzung zu spielen. Bislang wagte man sich an die Matthäus-Passion oder Schuberts Es-Dur-Messe, der Abend im Herkulessaal ist der erste Auftritt vor großem Auditorium. Es spielt das Orchester La Banda auf Originalinstrumenten, vor dem Beginn der Aufführung (20 Uhr) gibt es ab 18.30 Uhr ein "Gesprächskonzert" mit den Mitwirkenden.

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