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Das Eröffnungskonzert im neuen Saal dürfte erst 2027 stattfinden.

BAUBEGINN ERST 2022

Das Münchner Konzerthaus - ein Wartesaal

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Bis Ende 2021 gilt die Genehmigung für das temporäre Riesenrad im Werksviertel - das heißt: Erst danach wird das Konzerthaus gebaut.

München - Wann genau das Münchner Konzerthaus fertig sein soll, das traut sich derzeit keiner zu sagen. Wenigstens wird immer klarer, wann mit dem Bau überhaupt begonnen wird, nämlich im Jahr 2022. Dies geht aus einer Antwort von Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk auf eine Anfrage der Bayernpartei hervor. Die Fraktion hatte sich nach dem geplanten Riesenrad im Werksviertel erkundigt, das als Zwischennutzung auf dem Areal des späteren Konzerthauses errichtet wird – ein privates Vorhaben, das ab Ostern 2019 das Gebiet unweit des Ostbahnhofs zusätzlich beleben soll.

Wie Stadtbaurätin Merk mitteilt, sei die „temporär befristete Errichtung des Riesenrades bis 31.12.2021“ vorgesehen. Das bedeutet, dass der Spatenstich für den Saal erst danach erfolgt. Bei etwa fünf Jahren Bauzeit – das Architektenbüro Cukrowicz/ Nachbaur hatte bei zügiger Vorgehensweise von vier Jahren gesprochen – wäre mit dem Eröffnungskonzert also erst 2027 zu rechnen.

Akustik-Wettbewerb mit einem hohen Favoriten

Derzeit läuft das Verfahren für die akustische Ausstattung des Konzerthauses. Wie berichtet, ist Yasuhisa Toyota ein hoher Favorit. Unter anderem hat sich Mariss Jansons, Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, für den Japaner ausgesprochen, der bei fast allen neuen Sälen hinzugezogen wird. Jansons wäre zum Zeitpunkt der Konzerthaus-Eröffnung auf keinen Fall mehr an der Spitze des Ensembles. Sein Vertrag läuft bis 2024. Die BR-Symphoniker, Hausorchester des neuen Saales, haben aber schon angekündigt, dass Jansons – in welcher Funktion auch immer – das erste Konzert leiten soll.

Die Realisierung des Saales verzögert sich immer mehr. Ursprünglich sollte heuer mit dem Bau begonnen werden. Vor einem Jahr hatte der Bayerische Landtag eine Art Notbremse gezogen. Man wolle sich mehr Zeit für eine genauere Vorbereitung gönnen, so lautete damals die Begründung.

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