Baumeister des Swing

- Wenn Count Basie nach dem Geheimnis des ungeheuer mitreißenden Musizierstils seiner Band gefragt wurde, gab er meist eine schlichte Antwort: "Wir bemühen uns, die Musik swingen zu lassen." Kaum ein anderer konnte dafür so perfekt und so unauffällig die Regie führen wie der äußerst beliebte "Baumeister des Swing". Als Basie vor gut 20 Jahren starb, zogen Tausende in Harlem an seinem Sarg vorbei. Seinen 100. Geburtstag begehen an diesem Samstag Jazzfans in allen Ecken der Welt.

<P>Basie wuchs in einer relativ wohlhabenden Familie in der Kleinstadt Red Bank (New Jersey) auf. Seine Mutter gab ihm Klavierunterricht. Auch der Vater förderte seine musikalische Begabung, auch wenn er es anfangs lieber gesehen hätte, dass der Sohn sein Studium zu Ende brächte, statt in Nachtlokalen Piano zu spielen. Endgültig entschied sich Basie für die Laufbahn eines Profi-Jazzers, nachdem der legendäre Fats Waller ihn als Pianist in sein Sextett aufgenommen hatte. </P><P>1926 kam er nach Kansas City, wo damals einige der besten Jazz-Musiker den alten New-Orleans-Blues mit schnellerer Spielweise, Bläsergruppen und einer intensiveren Rhythmik zum Swing aufpeppten. Basie wurde bald zum anerkannten Meister dieser neuen Richtung. 1935 gründete er sein erstes Orchester. Die große New Yorker Feuerprobe bestand Count Basie 1939 mit einem glänzenden Debüt in der Carnegie Hall.</P>

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