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Bayerischer Rundfunk

Tarifstreit beim BR

48-Stunden-Warnstreik beim Bayerischen Rundfunk: Nächster Verhandlungstermin steht fest

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Im Tarifkonflikt beim Bayerischen Rundfunk (BR) haben Beschäftigte in der Nacht zu Donnerstag die Arbeit niedergelegt.

  • Tarifkonflikt beim Bayerischen Rundfunk: Radiohörer müssen sich auf Einschränkungen einstellen.
  • Die Gewerkschaften haben von Donnerstag (14. November) an zu einem 48-Stunden-Warnstreik aufgerufen.
  • Im Rahmen des Zwists war es bereits zu vereinzelten Sendeausfällen gekommen.

Update vom 15. November, 15.20 Uhr: Nach 48 Stunden Streik soll das Programm beim Bayerischen Rundfunk (BR) ab Samstag (16.11.) wieder weitgehend nach Plan laufen. Der nächste Termin, an dem verhandelt wird, ist der 27. November. Bei dem aktuellen Tarifkonflikt spielt auch die Höhe des Rundfunkbeitrags eine Rolle. Aktuell beträgt er 17,50 Euro pro Monat. Die Höhe des Beitrags bestimmt die Sender-Einnahmen und ist somit auch entscheidend für die Höhe von Gehältern und Honoraren. 

Warnstreik beim Bayerischen Rundfunk: Am Freitag fällt Programm anders aus

Update 22.40 Uhr: Bereits seit Donnerstagmorgen wird beim Bayerischen Rundfunkt gestreikt. Fernseh- und Radio-Nutzer dürften die Veränderungen bereits bemerkt haben: Seit Mittag etwa sind die Radiowellen Bayern 2 und B5 massiv betroffen - sie teilen sich seit 12 Uhr ein Ersatzprogramm, das auf beiden Kanälen ausgestrahlt wird. Auch im TV-Programm gibt es Einschränkungen. Unter anderem „Abendschau“ und „Frankenschau“ entfallen.

Allerdings ist am Freitag noch nicht Schluss mit dem Ausstand. Wie der BR am Donnerstagnachmittag mitteilte, können Einschränkungen bis in den Samstagmorgen hinein spürbar sein. Immerhin: Die Sendung „Wir in Bayern“ im Vorabendprogramm wird das BR-Fernsehen am Freitag wieder ausstrahlen, wenn auch vorab aufgezeichnet.

Auch ein Basis-Nachrichtenprogramm soll es trotz Streik weiter geben. Im Radio läuft zur vollen Stunde ein dreiminütiges „News-Basispaket“; ab Mitternacht wird die Nacht über bei B5 das Nachrichtenprogramm von MDR aktuell übernommen. Auch die Rundschau im TV liefert Neuigkeiten - nur die Ausgabe „Rundschau Nacht“ entfällt der Mitteilung zufolge an beiden Tagen.

Warnstreik beim Bayerischen Rundfunk: Publikum muss sich auf Ausfälle einstellen

München - Durch den Tarifkonflikt beim BR kommt es zu Beeinträchtigungen im Programmablauf. Der Radiosender B5 soll beispielsweise nur bis etwa 12 Uhr bespielt werden, anschließend läuft auf der Welle das Programm Bayern 2, wie B5-Redaktionsleiter Steffen Jenter im Morgenprogramm sagte.

Die Gewerkschaften rufen für diesen Donnerstag und Freitag zu einem 48-Stunden-Warnstreik in Fernsehen, Rundfunk und Online-Angeboten auf. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 27. November.

Tarifkonflikt beim Bayerischen Rundfunk: Es kam bereits zu Sendeausfällen

Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) fordert ein Plus im Gesamtvolumen von 7,8 Prozent für eine Laufzeit von 33 Monaten. Die Gewerkschaft Verdi verlangt bei einem mehrjährigen Abschluss im Paket mindestens 3,2 Prozent pro Jahr. Zuletzt bot die ARD-Anstalt eine Erhöhung um 2,1 Prozent für 2019 und 2,1 für das Jahr 2020 an.

In der laufenden Tarifrunde war es bereits zu Sendeausfällen durch Warnstreiks gekommen - erstmals in der Geschichte der öffentlich-rechtlichen Anstalt.

dpa

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