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Eva Wagner-Pasquier (l) und ihre Halbschwester Katharina Wagner.

Bayreuther Festspiele: "Normale Verträge" für Wagner-Schwestern

Bayreuth - Knapp zwei Monate nach der Wahl der beiden Wagner-Halbschwestern Eva und Katharina zu neuen Leiterinnen der Bayreuther Festspiele nähern sich die Vertragsverhandlungen dem Abschluss. Man sei sich bereits in vielen Punkten einig und wolle noch im Herbst zum Ende kommen, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende der Bayreuther Festspiele GmbH, Toni Schmid, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Noch nicht entschieden sei die genaue Laufzeit der Verträge. "Es ist aber unstrittig, dass es ganz normale Intendantenverträge geben wird", betonte Schmid. Das bedeute eine Laufzeit von fünf oder sieben Jahren.

Eva Wagner-Pasquier (63) und Katharina Wagner (30) waren am 1. September vom Stiftungsrat der Festspiele zu Nachfolgerinnen ihres Vaters Wolfgang Wagner (89) bestimmt worden. Dieser war mit einem Vertrag auf Lebenszeit ausgestattet, was zu einem jahrelangen Tauziehen um die Festspielleitung führte. Erst der Rücktritt Wagners, der seit 1951 an der Spitze der Festspiele stand, machte den Weg für die "Tandem-Lösung" frei.

Träger der Bayreuther Festspiele GmbH sind seit dem Rückzug Wolfgang Wagners der Bund, das Land Bayern, die Stadt Bayreuth und die Mäzene "Gesellschaft der Freunde von Bayreuth". Die beiden Wagner-Schwestern wurden als Geschäftsführerinnen bestellt. Wegen der vier Träger gebe es bei den Verhandlungen immer wieder Abstimmungsbedarf, sagte Schmid, der Ministerialdirigent im bayerischen Kunstministerium ist. Es sei aber "alles im grünen Bereich".

"Es ist Normalität eingekehrt", betonte auch der einflussreiche Vorsitzende der "Freunde von Bayreuth", Karl Gerhard Schmidt. Man müsse sich bei den Vertragsgesprächen nicht unter Druck setzen. Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner könnten bereits uneingeschränkt als Festspielleiterinnen agieren. Das Konzept der beiden Schwestern sieht vor, dass sich Eva Wagner-Pasquier um künstlerische Vertragsangelegenheiten und das Casting kümmert, Katharina Wagner um Produktionsleitung, PR und Marketing. Dramaturgische und inhaltliche Entscheidungen über Spielplan, Dirigenten, Regisseure und Ausstatter sollen gemeinschaftlich getroffen werden.

dpa

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