Letztes Werk aus Deutschland

Beckmann-Gemälde unter dem Hammer

Berlin - Max Beckmanns letztes in Deutschland gemaltes Bild wird Ende November in Berlin versteigert. Die Villa Grisebach bietet das 1937 entstandene Ölgemälde bei ihren Herbstauktionen für einen Schätzpreis von bis zu 1,2 Millionen Euro an.

Wie das Auktionshaus mitteilte, hatte Beckmann (1884-1950) die düstere Strandlandschaft kurz vor seiner Emigration aus Nazi-Deutschland auf der Insel Wangerooge gemalt. Jetzt sei das Bild aus dem ehemaligen Besitz des Schriftstellers und Beckmann-Freundes Stephan Lackner nach Deutschland zurückgekehrt, hieß es.

Beckmann, einer der wichtigsten Maler der Moderne, war bei den Nationalsozialisten verfemt. 1933 wurde ihm seine Professur an der Städelschule in Frankfurt/M. fristlos gekündigt. In den Ausstellungen von sogenannter entarteter Kunst war er prominent vertreten. 1937 verließ er Deutschland auf immer. Er emigrierte zunächst nach Amsterdam und zog nach dem Krieg nach New York, wo er 1950 in Manhattan auf der Straße an einem Herzinfarkt starb.

Bei den Herbstauktionen der Villa Grisebach werden diesmal fast 1500 Kunstwerke für einen mittleren Schätzwert von insgesamt 17 Millionen Euro angeboten. Ein Schwerpunkt ist zeitgenössische Kunst aus Deutschland mit Werken etwa von Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Georg Baselitz und Neo Rauch. Vom 21. bis 25. November können Interessierte die Angebote in den Räumen der Villa Grisebach in Wilmersdorf schon einmal anschauen.

dpa

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