Beethoven für den Papst - BR-Symphonieorchester im Vatikan

Mit lang anhaltendem Applaus hat Papst Benedikt XVI. das Konzert quittiert, das Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks am Samstag im Vatikan gegeben haben.

"Die einfühlsame und mitreißende Interpretation von Beethovens 9. Symphonie wird noch lange in mir nachklingen und als besonderes Geschenk in meiner Erinnerung bleiben", sagte der Papst nach der Darbietung des berühmten Werkes von Ludwig van Beethoven.

Zum Auftakt hatte der Chor auf Wunsch des Papstes die Motette "Tu es Petrus" des Renaissance-Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina vorgetragen.

Konzentriert und zuweilen mit einem Lächeln auf den Lippen verfolgte Benedikt XVI. das Konzert. "Immer wieder versetzt mich die 9. Symphonie in Staunen", bekannte er. Beethoven habe nach "Jahren der Selbstisolierung und Zurückgezogenheit" ein Werk vorgelegt, das sich zu einem Finale der "Lebensbejahung und Freude" steigere.

Chor und Orchester unter der Leitung des Star-Dirigenten Mariss Jansons spielten in der Audienzhalle vor rund 2000 Zuhörern, die zum großen Teil zu einer Pilgerreise aus Bayern nach Rom gekommen waren.

Zu den Gästen des Konzerts gehörten auch Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und seine Frau Marga. Er habe sich sehr auf das Konzert gefreut, sagte Beckstein. "Bayerischer Ministerpräsident ist halt doch das schönste Amt der Welt", meinte er schmunzelnd auf seiner ersten Auslandsreise. Der neue Regierungschef war zuvor vom Papst in einer Privataudienz empfangen worden. Neben dem Pontifex saß in der Audienzhalle "Aula Paolo VI." sein Bruder Georg Ratzinger. Der ehemalige Leiter der Regensburger Domspatzen verbrachte einige Tage in Rom.

"Wir wissen, dass Sie ein Liebhaber und profunder Kenner klassischer Musik sind", sagte der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Thomas Gruber, zum Papst. Er habe sich gefreut, Benedikt XVI. ein musikalisches Geschenk machen zu können. dpa zk yyby z2 sd

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