Beethovens Neunte in UNESCO-"Weltgedächtnis" aufgenommen

- Berlin - Die Originalpartitur von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie ist am Sonntag bei einem Festakt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt offiziell in das "Weltgedächtnis" der UNESCO aufgenommen worden. Anschließend stand eine Aufführung des Werkes durch die Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz auf dem Programm.

<P> Zum Verzeichnis "Memory of the World" gehören damit weltweit 69 Kulturzeugnisse, die unter dem besonderen Schutz der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation stehen.</P><P>Die rund 200 Seiten des Beethoven-Autografs werden von der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt. In dem UNESCO-Verzeichnis stehen aus Deutschland auch die Gutenberg-Bibel, der Goethe-Nachlass, Fritz Langs Film "Metropolis" und das Archiv früher Tonaufnahmen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Beethoven-Manuskript gilt als einer der wichtigsten Schätze der Staatsbibliothek zu Berlin, wo auch Originale von Bach, Mozart und Mendelssohn Bartholdy aufbewahrt werden.</P><P>Mit der Aufnahme in das UNESCO-Register werde die Beethoven-Partitur mit ihrem berühmten Schlusssatz über Schillers "Ode An die Freude" einem großem Publikum über Internet zugänglich gemacht, hieß es. Beethoven komponierte seine letzte vollständige Sinfonie zwischen 1822 und 1824. Nach seinem Tod gelangte ein Teil der Partitur in die damalige Königliche Bibliothek zu Berlin. Zum Schutz vor Kriegsschäden lagerte die Preußische Bibliothek 1941 ihre Manuskripte aus. Erst nach dem Mauerfall wurden die auf mehrere Orte verstreuten Partiturteile wieder in der Staatsbibliothek zusammengeführt.</P>

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