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Lässt das Publikum singen: Mieze Katz von Mia.

Konzertkritik

Mia san Mia!

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München - Zwar sind ihre Bühnen inzwischen kleiner geworden, doch die Berliner Elektropopper Mia feierten im Münchner Backstage eine ausgelassene Party. 

Mieze schnurrt, Mieze gurrt, Mieze faucht. Die quietschlebendige Sängerin Mieze Katz machte das Konzert der Elektropopper Mia im Münchner Backstage zum großen Vergnügen. Gleich im ersten Song „Sekunde“ nahm sich Mieze vor, „jede Sekunde zu genießen“. Und genauso kam’s. Die Berliner grämten sich nicht, dass ihre Bühnen in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden sind – und lieferten großen Spaß im Kleinformat.

Noch vor ein paar Jahren spielten Mia im Tollwood-Zelt und im Zenith. Ihr Pop-Juwel „Tanz der Moleküle“ lief in jedem Radio. Und Mieze saß kulleräugig in der „DSDS“-Jury neben Bohlen, urteilte Jungtalente ab. So ganz ihre Welt war der RTL-Trash – gottlob – nicht. Nach zuletzt weniger erfolgreichen Platten begrüßt Mieze im Backstage nun die verbliebenen „Mia-Profis“, die beim „Hungrigen Herz“ und bei „Blaue Flecken“ selig mitsingen.

Live ist die Band deutlich energiegeladener

Die Frau Katz, auch mit 37 noch die ewige Berliner Gossen-Göre, steht beim guten alten Hit „Kapitän“ mit dem Steuerrad vor ihren Musikern, und gibt auch sonst entschlossen die Richtung vor. Sie kreiselt über die Bühne, hüpft wie ein Flummi und drischt auf die Drums ein. Mit den Fans spielt sie Wunschkonzert und beweist, dass Mia live deutlich energiegeladener sind als auf den zuletzt recht braven Alben. München findet’s dufte. Oder auf gut Bairisch: Mia san Mia!

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