Hitlers Judenhass: Aus solchen Stoffbahnen mussten die Sterne ausgeschnitten und von den jüdischen Bürgern an gut sichtbarer Stelle auf die Kleidung genäht werden.

Berliner Schau: „Hitler und die Deutschen“

Im Deutschen Historischen Museum (DHM) Berlin in der Ausstellung „Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Gewalt“ präsentiert – und zeigt exemplarisch die Vereinnahmung der Kirche durch das NS-Regime.

Gleich neben dem aufgestickten Vaterunser ist eine Hakenkreuzfahne zu sehen, daneben SA-Truppen und Hitler-Jungen. Bis 1945 hing der Wandteppich in einer Kirche in Rotenburg an der Fulda. Jetzt wird er im Deutschen Historischen Museum (DHM) Berlin in der Ausstellung „Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Gewalt“ präsentiert – und zeigt exemplarisch die Vereinnahmung der Kirche durch das NS-Regime. Erstmals in Deutschland widmet sich eine Exposition der Faszination Adolf Hitlers.

Insgesamt sind es 600 Exponate, 400 Fotos und Plakate sowie Filme, die die Wirkung des Massenmörders erklären sollen. Auf persönliche Gegenstände Hitlers wurde verzichtet – auch um Neonazis nicht anzulocken. Präsentationen zur NS-Zeit gab es schon viele. Um Hitler machten Museumsdirektoren jedoch einen Bogen. Schon vor sechs Jahren plante das DHM eine Hitler-Ausstellung. Diese scheiterte am Widerstand der Aufsichtsgremien. Nun wird in acht Kapiteln das Wechselverhältnis zwischen Volk und „Führer“ dargestellt – von 1919 bis 1945. Wie konnte es sein, dass das NS-Regime auf eine so breite gesellschaftliche Akzeptanz bauen konnte, heißt eine der Leitfragen. Um diese zu beantworten, werden die gesellschaftlich-politischen Bedingungen der Zeit sowie die Folgen von Hitlers Aufstieg und Herrschaft thematisiert (bis 6. Februar 2011).

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