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Mit diesem Foto warb das Residenztheater Mitte Juli für die Eröffnungs-Inszenierung der neuen Spielzeit: Bibiana Beglau und Franz Pätzold sollten Franz und Karl Moor in Schillers „Räubern“ spielen.

Bayerisches Staatsschauspiel

Ein neuer Franz Moor fürs Residenztheater

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München - Umbesetzung zu Beginn der Theaterferien: Bibiana Beglau steigt aus der Eröffnungs-Inszenierung für die neue Spielzeit am Münchner Residenztheater aus. Valery Tscheplanowa übernimmt ihre Rolle in den "Räubern".

Valery Tscheplanowa, eine der spannendsten Darstellerinnen am Residenztheater, spielt nun Franz Moor.

Am vergangenen Donnerstag endete mit Shakespeares „Was ihr wollt“ die Spielzeit am Münchner Residenztheater. Da wurde bereits seit einigen Wochen für die Eröffnung der neuen Saison geprobt – doch diese Proben wurden offenbar immer schwieriger. Deshalb musste Ulrich Rasche nun eine Hauptrolle in seiner Inszenierung von Schillers Drama „Die Räuber“ umbesetzen.

"Künstlerische Differenzen"

Was bereits am Samstag am Rande der Salzburger Festspiele zu hören war, bestätigte das Staatsschauspiel gestern: Bibiana Beglau, die Franz Moor spielen sollte, hat die Produktion verlassen. Sie habe „wegen künstlerischer Differenzen ihre Rolle bei diesem Projekt niedergelegt“, erklärt Theatersprecherin Sabine Rüter auf Anfrage unserer Zeitung.

Beglau, „Schauspielerin des Jahres 2014“, zählt zu den Stars im Ensemble. Zusammen mit Franz Pätzold sollte sie Schillers ungleiches Brüderpaar Franz und Karl spielen, das um das Erbe des Vaters und die Liebe einer Frau konkurriert. Die Schauspielerin, die regelmäßig für Fernsehen und Kino gebucht wird (ab 24. November ist sie in „Die Habenichtse“ in den Lichtspielhäusern zu sehen), ist am Residenztheater in bemerkenswerten Arbeiten wie „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ zu erleben. Für ihre Rolle als Mephisto in der „Faust“-Inszenierung von Hausherr Martin Kušej wurde sie 2015 mit dem deutschen Theaterpreis „Faust“ geehrt.

Premiere ist am 23. September

Wenn das Residenztheater am 23. September mit der „Räuber“-Premiere in die neue Spielzeit startet, wird Valery Tscheplanowa als Franz Moor auf der Bühne stehen. Das ist eine vielversprechende Umbesetzung, denn die Trägerin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises (2014) gehört zu den außergewöhnlichsten Schauspielerinnen am Haus, wie sie nicht nur in Dimiter Gotscheffs packender „Zement“-Inszenierung beweist.

Die Spielzeiteröffnung

am Residenztheater ist am 23. September, 19.30 Uhr, mit der „Räuber“-Premiere; Telefon 089/ 2185-1940.

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