Die Biermösls reif für die Staatsoper

- Wenigstens haben sie die "transatlantische Freundschaft" mit einem Alphorn-Jazz beschworen. Quasi als Wiedergutmachung für Rotzfreches, mit dem Irak-Krieg-Fans bedacht wurden. Oder Bayerns Regierungspartei, die sich immerhin vatikanischem Pazifismus sperrt: "Des ,C dean's im Namen versteck'n, der Papst kann sie am Arsche leck'n."

Jubel, Trampeln, Pfiffe für die Biermösl Blosn, die am Samstag zum zweiten Mal reif für die Bayerische Staatsoper war - als schuhplattelnde, auf einem ganzen Arsenal von Instrumenten brillierende "Gäste" des herrlich säuerlichen Orlofsky (Christopher Robson) in der "Fledermaus". Keine Chance für Preiß'n, aber das hatten die Wells schon zu Beginn des Auftritts versprochen.<BR><BR>Im zweiten Teil regnete es Luftschlangen von der Galerie, dazu überdrehte Solisten wie Bo Skovhus (Eisenstein), Gabriele Fontana (Rosalinde) oder Diana Damrau (Adele): das Haus in ausgelassener Faschingsstimmung - übrigens auch Zubin Mehta, der immerhin die sechsstündige "Götterdämmerung" vom Vortag in den Knochen hatte. Und dafür von "Frosch" Jörg Hube herzlich bedauert wurde: "Sie müssen schon viel arbeiten dafür, dass Sie hier so viel Geld verdienen." Worauf der GMD die rote Karte zückte.<BR>

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