Bilder deutscher Expressionisten enttäuschten bei Sotheby's

- London - Bei einer Versteigerung impressionistischer und moderner Kunst des Londoner Auktionshauses Sotheby's bestimmten am Dienstagabend Bilder französischer Meister das Geschehen. Werke bekannter deutscher Expressionisten wie Emil Nolde, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff fanden dagegen keine Abnehmer.

<P>"Angesichts des gegenwärtigen wirtschaftlichen Klimas und anderer Unsicherheiten in der Welt sind wir mit dem Auktionsergebnis sehr zufrieden", sagte trotzdem Sotheby's stellvertretende Europa-Chefin Melanie Clore.</P><P>Mit dem Zuschlag von 6,488 Millionen Euro für das Gemälde "La porte fenêtre" des französischen Malers Pierre Bonnard (1867-1947) wurde ein Höchstpreis für ein Bild dieses Malers erzielt. Der Schätzpreis für das 1932 entstandene Bildnis von Bonnards Frau Marthe hatte bei maximal 4,790 Millionen gelegen. Das erotische Motiv "Jeune vierge autosodomisée par les cornes de sa propre chasteté" des Surrealisten Salvador Dali wurde für 2,054 Millionen Euro zugeschlagen, das Ölgemälde "La rêveuse à la fontaine" von Jean-Baptiste Corot brachte 1,509 Millionen. René Magrittes Ölbild "La belle de nuit" (1932) war einem europäischen Privatsammler 1,287 Millionen Euro wert.</P><P>Unter den 25 zurückgegangenen Gemälden befanden sich alle 15 angebotenen Bilder deutscher Expressionisten. Dazu zählten Noldes Aquarell "Junges Paar", Kirchners "Seewald" und Heckels "Am Teich". Auch Kirchners "Tangotee" blieb ohne Gebot. Im Unterschied zum Ergebnis bei Sotheby's waren am Montagabend beim Londoner Konkurrenzhaus Christie's Höchstpreise für Werke deutscher Künstler erzielt worden. Dort ersteigerte ein ungenannter Käufer für 1,557 Millionen Euro das Bild "Der blaue Mäher" von Heinrich Campendonk (1889-1957).</P>

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