SEK-Einsatz in Düsseldorf: Siebenjähriges Mädchen getötet 

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Ein bisschen mehr Blau, Herr Picasso

- Kaum zu glauben, dass es noch etwas zu verbessern gibt. 80 Prozent ihrer Kosten spielen die Bregenzer Festspiele mittlerweile selbst ein, 80 Prozent der Tickets für diesen Sommer, der von einem neuen "Troubadour" auf der Seebühne bestimmt wird, sind bereits weg. Doch der neue Intendant David Pountney und Präsident Günter Rhomberg haben sich einige Veränderungen vorgenommen. Und die sind nicht nur künstlerischer Natur.

<P>Ende August, nach der letzten Vorstellung, rücken im Festspielhaus die Bauarbeiter an. Für rund 40 Millionen Euro soll der Bau renoviert werden, da er laut Rhomberg heutigen Anforderungen nicht mehr genügt. Dies betreffe die Technik, aber auch die Foyers. Überdies möchte Pountney die Tonanlage verfeinern. Dass es bei der ohnehin schon guten Qualität mit rechten Dingen zugeht, erleben Besucher der Seebühne seit letztem Jahr: Rechts und links werden Bilder aus dem verdeckten Orchestergraben übertragen. Pountney: "Manche hatten uns schon verdächtigt, wir spielen eine CD."<BR><BR>Zwei große Premieren bietet Bregenz in diesem Sommer. Giuseppe Verdis "Troubadour" hat als Freiluft-Spektakel am 21. Juli Premiere. Robert Carsen inszeniert, das Bühnenbild - eine Erdöl-Raffinerie - stammt von Paul Steinberg, Fabio Luisi dirigiert. Bereits am 20. Juli kommt im Festspielhaus Carl Nielsens Oper "Maskerade" heraus. Ulf Schirmer steht am Pult, Pountney inszeniert.<BR><BR>Der Intendant möchte das indes nicht zur Regel werden lassen. "Auf keinen Fall will ich auf der Seebühne Regie führen, auch, weil man dazu verurteilt ist, frühere Arbeiten wie ,Nabucco zu toppen." Pountney steht bereits in der zweiten Saison an der Spitze der Festspiele. Und ein besonderes Anliegen ist ihm eine neue Programmschiene: die Operette im Theater am Kornmarkt. Heuer wird "Der lustige Krieg" von Johann Strauß gespielt (ab 10. August), Michael Sturminger führt Regie.<BR><BR>Scharfe Operette</P><P>"Der Snobismus, den viele der Operette gegenüber zeigen, ist unberechtigt", sagt Pountney. "Es ist schwerer, Operette zu inszenieren als einen ,Tristan. Das Genre soll zurück zum ursprünglichen Witz, zu seiner besonderen Schärfe gebracht werden."<BR><BR>Die Strategie seines Vorgängers Alfred Wopmann, den Spektakel-Charakter mit künstlerischer Ambition zu verbinden, will Pountney fortsetzen. "Wir wollen das Publikum zum Nachdenken bringen, gleichzeitig den sehr demokratischen Charakter der Festspiele bewahren." Und wie stark steuert er, als Künstler-Intendant, die Arbeit der Kollegen Regisseure? "Ich habe viel Erfahrung mit der Seebühne durch meine Inszenierungen", so Pountney. "Und die gebe ich weiter. Aber Einfluss nehmen? Man geht doch auch zu keinem Maler und sagt: Ein bisschen mehr Blau, Herr Picasso."</P><P>Infos und Karten unter 0043/55 74 40 76 oder www.bregenzerfestspiele.com.<BR></P>

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