Wie ein bizarrer, böser Traum

- Nun beziehen auch Hollywood-Stars Stellung zum drohenden Irak-Krieg. Richard Gere (53) etwa äußerte sich jetzt in Berlin dazu. Er empfinde die Kriegsvorbereitungen von US-Präsident George W. Bush als völlig surreal, sagte er. "Bushs Kriegspläne sind wie ein bizarrer, böser Traum", so der Schauspieler. "Es scheint überhaupt keine Grundlage für sein Verhalten zu geben. Ich habe das Gefühl, dass hier etwas Geheimes vor sich geht, das eines Tages herauskommen wird", meinte Gere.

<P></P><P>"Ich frage mich, woher diese sehr persönliche Feindschaft zwischen George Bush und Saddam Hussein kommt", sagte der bekennende Buddhist. "Es ist wie die Geschichte von Käpt/n Ahab und dem Wal in ,Moby Dick." Bush erinnere ihn in seiner unglaublichen Besessenheit an Ahab, der unbedingt den weißen Wal töten will.</P><P>Deutschlands Nein zu einem Irak-Krieg bezeichnete Gere als absolut richtige Position. "Wir müssen sagen: Halt, hier gibt es keinen Grund für einen Krieg. Im Moment bedroht Hussein niemanden, es wäre anders, wenn er uns mit einem geladenen Gewehr in der Hand gegenüber stünde", so Gere. "Aber es scheint keine Anhaltspunkte dafür zu geben, dass dieser Mann eine unmittelbare Bedrohung für irgend jemanden ist."</P><P>Bushs Argument, das irakische Volk von einem Diktator befreien zu wollen, sei nicht haltbar, meint Gere: "Amerika hat sich noch nie um andere Völker gekümmert, so ist es absurd, von Bush zu sagen, es gehe ihm um das Wohl des irakischen Volkes." Das amerikanische Volk steht nach Geres Einschätzung nicht hinter Bush: "Wenn die USA ohne die Unterstützung der Vereinten Nationen in den Irak einmarschierten, geschähe das völlig ohne Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung."</P>

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