Blauer Planet

- In Zeiten von "Findet Nemo" passt diese Dokumentation wie die Faust aufs Auge: "Deep Blue" ist eine BBC-Dokumentation, die sich in die gleichen Gewässer begibt. Es sind atemberaubende Aufnahmen. Wer im vergangenen Jahr spätabends ferngesehen hat, dem kommen sie allerdings bekannt vor. "Deep Blue" ist ein Zusammenschnitt der TV-Serie "Unser blauer Planet". Die Arbeit bietet gegenüber den Unterwasseraufnahmen eines Hans Hass oder Jacques Cousteau noch eine weitere Dimension: Das Dasein der Tiere wird dramatisiert. Das Fischleben erscheint als Hin und Her zwischen Fressen und Gefressenwerden.

<P>Dies trifft die Realität so wenig oder so genau: Wie immer verrät auch dieser Tierfilm am meisten über die Menschen, die ihn machen. Und so ist es ein nicht geringes Vergnügen, etwas über den Zeitgeist einer visuellen Kultur zu erfahren, die ganz der Überwältigung durch sensationelle Bilder verfallen ist. Statt Erklärungen gibt es einen schnellen Schnitt. Dem Vergnügen an den Bildern tut das natürlich keinen Abbruch, sie sind den Besuch unbedingt wert - auch für alle, die "Findet Nemo" verpasst haben. (In München: Mathäser, Sendlinger Tor, Gloria, Maxx, Forumkinos.)</P><P>"Deep Blue"<BR>Regie: Andy Byatt,<BR>Alastair Fotherhill<BR>Sehenswert </P><P> </P>

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