Sturmtief fordert Tribut: Jetzt ist eine S-Bahn-Linie unterbrochen

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Blumen und Klänge

- Ein Zimmerspringbrunnen im Schaufenster, asiatische Plakate, ein zwitscherndes Rosarium: In den nächsten Monaten ist der Münchner nicht gefeit dagegen, über Kunst zu stolpern - ob er will oder nicht. Die "ortstermine 2005" beginnen mit einer Serie von Überraschungen, die laut Kulturreferentin Lydia Hartl unmittelbar im Leben stehen und mit ihrer kurzzeitigen Erscheinungsform der Übermüdung vorbeugen. Diese mühsam ins Rollen gekommene Kunst im öffentlichen Raum ist umso bemerkenswerter, als der Stadtrat den Etat trotz Sparwelle nicht gestrichen hat. 850 000 Euro kostete die erste Staffel, die zweite folgt im Herbst. Das Ergebnis ist eine sehr verträgliche Ästhetisierung der Öffentlichkeit, die an die Buga anschließt: "Fantastische Gärten in der Stadt. Orte und Unorte - Räume und Zwischenräume".

Der Springbrunnen von Joachim Manz füllt ein Ladenlokal und lässt so alle Konsumintentionen poetisch ins Schwimmen geraten (Gabelsbergerstr. 40, bis 15.10.). Ähnlich sinnlich arbeitet Tamara Grcic auf dem Pariser Platz. Das Gewächshaus im Tarnanzug gibt keine Einsicht, was hinter den Vogelstimmen steckt. Fantasie ist gefragt in diesem Lustgärtchen (bis 15.10.). Genauso ungreifbar sind die Werbeplakate, die Corbinian Böhm und Michael Gruber an Fassaden hängen. Die außereuropäischen Konsumbotschaften können hier als pures, klassisches Bild verstanden werden (bis 31.10.).<BR><BR>Für ein wenig Strahlkraft sorgt Wilhelm Scherübel vor dem Lenbachhaus. Momentan glänzen noch die metallenen Gewächsstangen in den Pflanzkübeln, später sollen sie von Sonnenblumen zugewuchert werden. Die Felder als Spiegel der Architektur sowie das Wachsen und Vergehen als generelles Thema werden so inszeniert. Wenn die Blumen dann als Souvenir enden, hat Scherübl ganz im Sinne des Ephemeren auch nichts dagegen (bis 31.8.). Beispiele für musikalische Inszenierungen bieten Cornelie Müller und Thomas Beimel mit ihrem Rosarium zwischen Wittelsbacher und Braunauer Eisenbahnbrücke. Der Rosengarten wird zum Klang- und Lauscherlebnis (bis 15.10., 14-18 Uhr). Christoph Reiserer lockt mit einem elektronischen Musiktisch in der Seidlvilla, der zum Mitmachen einlädt (bis 23.7. Konzerte: 11.6., 12.7., 23.7.)<P> </P>

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