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Geht doch noch mehr? Zunächst einmal hat sich Blumentopf von der Bühne verabschiedet.

Abschiedskonzert im Münchner Zenith

Blumentopf feiert Finale (fast) dahoam

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München - Nach 24 Jahren Bandgeschichte und mehr als 750 Konzerten verabschiedet sich Blumentopf im ausverkauften Münchner Zenith.

Hach, wie soll man einen solchen Abend nur in 68 Zeilen unterbringen? 24 Jahre Blumentopf mit mehr als 750 Konzerten, die zu Beginn dieses allerletzten chronologisch über die große Leinwand rauschen. Vom ersten vor einer Handvoll Besucher in der Glockenbachwerkstatt bis zum krönenden Abschluss vor mehr als 7000 im Zenith, das binnen weniger Stunden ausverkauft war. Ein Jahr lang hatten die Käufer Zeit, diesem Abend entgegenzutrauern – oder die Karten auf Ebay zu Geld zu machen.

Ein letztes Mal „Party Safari“

Um einen herum stehen also Kölner, Stuttgarter, Schweizer und Österreicher. Von überall her sind sie gekommen, um sich von einem Stück ihrer Jugend zu verabschieden. Blumentopf waren die ersten im deutschen Rap, die in ihren Texten einfach nur Geschichten erzählen wollten. Und so haben sie sich auch ihren Abschied mit schöner Pointe inszeniert. So klug, dass alle dabei sein wollten und am Ende sogar eine kleine Tour durch große Hallen daraus wurde. Nochmal Nightliner statt bürgerlicher Existenz. Jetzt aber im Zenith wirklich ein letztes Mal „Party Safari“. Alle springen – als wären sie wieder 20.

Man merkt der Show an, dass der Topf möglichst viel in drei Stunden unterbringen will, weil um Mitternacht Schluss sein muss. Da bleibt kaum Zeit für Freestyle-Einlagen, die die Band so besonders machen. Nur mit ihrem einstigen Förderer von Main Concept, David Pe, gibt es eine kleine Session. Sehr schön auch, dass die Blaskapelle Münsing wieder mit am Start ist. Hach, soll man an einem solchen Abend herumnörgeln? Ein bisschen vielleicht. Daran beispielsweise, dass nicht nur der letzte Track, das wundervoll nostalgisch-herbstliche „Blattgold aus Anthrazit“, im Brei des notorisch schlechten Sounds im Zenith untergeht. Muffathalle – das Wohnzimmer der Band –, die wär’s halt gewesen. Beim nächsten Mal wieder. Da geht noch mehr.

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