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Ein echter Hund als Teil des Ensembles: Svenja wird auch in München mit auf der Bühne liegen. Sie spielt immer mit, die menschlichen Schauspieler wechseln. In dieser Besetzung sind es (v. li.) Victor Abs (Richard), Lilly Spiegel (Anne), Benedikt Lewalter (Julian) und Tamina Friedrich (George).

Deutsches Theater

"Fünf Freunde" als Kindertheater in München

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München - Die Bonner Inszenierung von Enid Blytons Klassiker „Fünf Freunde“ gastiert im Deutschen Theater München.

Ein echter Hund! Auf der Theaterbühne! Man hört sie schon, die verzückten Schreie der Buben und Mädchen im Publikum. Im Juli kommen Enid Blytons „Fünf Freunde“ ins Deutsche Theater in München. Vier Zweibeiner und ein Vierpföter. Auf Letzteren freuen sich die kleinen Zuschauer wohl am meisten.

Timmi heißt in Wahrheit Svenja. Dank Tiertrainer hat sie es gelernt, auf beide Namen zu hören. Doch ihre schauspielerischen Mitstreiter Maxine Bender (Anne), Louise Buhl (George), Oscar Kafsack (Richard) und Benedikt Lewalter (Julian) setzen lieber auf Nummer sicher; keine Probe, keine Aufführung ohne Guttis. „In allen meinen Taschen sind schon Krümel davon“, erzählt Maxine und grinst. Sie und ihre Freunde vom Jungen Theater Bonn sind vorab nach München gekommen, um zu erzählen, wie sie ist, die Inszenierung des Jugendbuch-Klassikers.

Zurück in eine Zeit ohne Internet und Smartphones

Traditionell ist sie. Anders als die modernen Kino-Adaptionen. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die Geschichte nicht in die Jetzt-Zeit zu verlagern“, betont Regisseur Moritz Seibert. „Um möglichst nah am Originaltext zu bleiben.“ Um ihn dennoch zeitgemäß rüberzubringen, lässt Seibert die um Jahrzehnte gealterte George die Geschichte erzählen. Sie tritt immer wieder zwischen den Szenen auf und erinnert sich an die spannenden Fälle, die sie einst mit ihren Freunden erlebt hat. Also an eine Vor-Handy-, Vor-Internet- und Vor-Soziale-Netzwerke-Zeit, wie es Seibert ausdrückt. Bisschen langweilig für heutige Zuschauer, oder? Da können die Bonner Schauspieler nur lachen. „Überhaupt nicht! Die Geschichte wäre nicht mehr so spannend, wenn es zum Beispiel Handys darin gäbe“, findet Benedikt. In der Szene mit dem Fischerbuben, zum Beispiel. Der muss weit durchs Meer schwimmen, um die Polizei zu holen. „Heute würde er dazu einfach das Handy nehmen. Das wäre nicht sehr aufregend“, sagt Benedikt – und die anderen drei nicken.

"Fünf Freunde" sind Teil der Reihe "Junges Theater"

Bevor sie das Stück in München spielen, führen sie es weiterhin in Bonn auf. Ab und zu vormittags, als Schulvorstellung. Für den eigenen Schulbesuch sind sie an solchen Tagen entschuldigt. Macht aber nichts. Sie arbeiten fleißig (Räuspern bei allen vieren) nach. Und überhaupt: Beim Theaterspielen lernt man doch auch einiges. „Zusammenarbeit“, sagt Maxine. „Selbstbewusstsein“, sagt Oscar. „Sich Texte merken, kreativ sein“, sagt Benedikt.

Beim Zuschauen aber auch. „Fünf Freunde“ wird in München in der Reihe „Junges Theater“ gezeigt. Wie in den anderen Stücken „An der Arche um Acht“ (23./ 24. Juni), „Der kleine Drache Kokosnuss (25./ 27. Juni), „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ (4. Juli) sowie „Der Grüffelo“ (7./ 9. Juli) geht es immer um die Themen Zusammenhalt und Freundschaft. Versüßt mit Spannung und Witz. Und dann und wann einem fröhlichen Bellen. Wenn Svenja mag. Zur Not helfen Guttis.

„Fünf Freunde“

vom 30. Juni bis 3. Juli im Deutschen Theater. Karten für Kinder ab 11, für Erwachsene ab 19 Euro unter www.deutsches-theater.de, Telefon: 089/ 55 23 44 44.

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