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Vom Wetterpech verfolgt: Die Bregenzer Festspiele.

65. Bregenzer Festspiele

Bregenzer Festspiele im Wetterpech

Bregenz - Verdis Oper “Aida“ auf der Seebühne, eine Wiederaufnahme aus dem Vorjahr, wird bis zum Finale am Sonntag voraussichtlich nur 145 000 Besucher anlocken.

2009 waren es 201 000 Zuschauer gewesen - weil das Wetter besser war und die Seebühnen-Produktion in der ersten Saison traditionell mehr Besucher hat. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre mussten 1,8 Aufführungen wegen Regens verlegt werden.

In der zu Ende gehenden Saison wurden zwei der 26 Vorstellungen von Anfang an im benachbarten Festspielhaus gezeigt, bei zwei weiteren mussten Künstler und Publikum während der Aufführung in den Saal flüchten, hieß es in der Bilanz vom Freitag. Dennoch wird die spektakuläre Neuinszenierung von Verdis Drama mit zusammen 346 000 Gästen als die mit Abstand meist besuchte Freilicht- Oper in die Festspielgeschichte eingehen. 2011 und 2012 soll die Oper “André Chénier“ des italienischen Komponisten Umberto Giordano (1867-1948) über die Seebühne gehen.

Das 1896 in Mailand uraufgeführte Drama aus der französischen Revolution hat am 20. Juli 2011 Premiere. Die Open-Air-Produktion ist stets das Herzstück des vierwöchigen Kulturfestivals, das 2010 unter dem Motto “In der Fremde“ stand. Zu den rund 100 Veranstaltungen kamen insgesamt 195 000 Besucher (2009: 260 000). Schwerpunkt waren die Werke des in Vergessenheit geratenen polnisch-russischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg (1919-1996).

Als Publikumsmagnet erwies sich die szenische Uraufführung der Oper “Die Passagierin“ nach dem gleichnamigen Roman der polnischen Holocaust- Überlebenden Zofia Posmysz in der Regie von Festspielintendant David Pountney. Die vier Vorstellungen waren zu 91 Prozent ausgelastet. Orchesterkonzerte, Operette und Theater ergänzten das Programm.

www.bregenzerfestspiele.de

dpa

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