Bregenzer Festspiele eröffnet

- Bregenz - Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer hat in einem Festakt im Festspielhaus die Bregenzer Festspiele eröffnet. Die Festspiele rückten verstärkt junge Kunst in den Mittelpunkt, sagte Fischer: "Sie hat uns viel zu sagen, und von ihren Sichtweisen ist viel zu lernen".

Als Festredner richtete der junge österreichische Schriftsteller Arno Geiger ("Es geht uns gut") eine "Liebeserklärung" an die Festspiele und beschrieb es als Aufgabe der Kunst, "die unantastbare Würde des Menschen zu verteidigen".

Am Abend stand zum 80. Geburtstag des Komponisten Friedrich Cerha dessen Orchesterzyklus "Spiegel" auf dem Programm. Auf der Seebühne wird Robert Carsens im Vorjahr gefeierte Inszenierung von Verdis "Troubadour" in einer gigantischen Industrielandschaft wieder aufgenommen. Weiterer Höhepunkt ist eine choreografische Inszenierung von Claude Debussys Oper "Der Untergang des Hauses Usher" nach Edgar Allan Poe.

Das Werk, das unvollendet geblieben war, wurde vom britischen Debussy-Experten Robert Orledge für Bregenz komplettiert. Die englische Regisseurin Phyllida Lloyd verwebt den Einakter gemeinsam mit dem dänischen Choreografen Kim Brandstrup mit den Balletten "Prélude à l'après-midi d'un faune" und "Jeux". Es ist die erste Opernproduktion im renovierten Festspielhaus, das für 40 Millionen Euro generalsaniert und umgestaltet wurde.

Die Festivalreihe "Kunst aus der Zeit" beleuchtet die Kultur- und Musiklandschaft Österreichs nach 1945 und bringt mit Richard Dünsers Kammeroper "Radek" eine Opern-Uraufführung. Im Theater am Kornmarkt ist Jacques Offenbachs Operette "Blaubart" zu sehen. Insgesamt sind bis zum 20. August 66 Veranstaltungen aus den Bereichen Konzert, Theater, Oper und Operette zu sehen. Im Vorjahr zählte das Festival unter Intendant David Pountney rund 200 000 Besucher.

www.bregenzerfestspiele.com

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