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Bryan Adams ist wieder auf Tournee.

Bryan Adams begeistert in der Olympiahalle

München - Bryan Adams gelingt es immer noch mühelos, die Stadien dieser Welt zu füllen. In der Münchner Olympiahalle zelebrierte er einen stimmungsvollen Abend mit seinen größten Hits. Das Publikum liebte ihn dafür.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den Erfolg eines Musikers zu definieren. Ginge man nach Chartplatzierungen und Verkaufszahlen, wäre beispielsweise der Kanadier Bryan Adams bereits seit Jahren ziemlich erfolglos. Andererseits gelingt es ihm seit langem mühelos, auf der ganzen Welt die größten Hallen zu füllen und von den Fans ausdauernd gefeiert zu werden.

So ist das auch in der Olympiahalle in München, wo Adams lautstark dafür bejubelt wird, dass er das tut, wofür er bekannt ist: einen stimmungsvollen Abend mit seinen größten Hits zu zelebrieren. Dass diese samt und sonders aus dem letzten Jahrtausend stammen, stört niemanden, ebenso wenig der Umstand, dass Adams seit vier Jahren kein neues Album mehr veröffentlicht hat. Da passt es irgendwie, dass Bryan Adams für das Lied „When You’re Gone“ die fröhliche Conny aus Roding aus dem Publikum als Duettpartnerin erwählt. Die eröffnet dem verdutzten Adams, sie hätten schon 2002 gemeinsam in Regensburg gesungen. Man ist eine große Familie und trifft sich regelmäßig, um zusammen zu feiern.

Dem 52-jährigen Adams ist bemerkenswert schnell gelungen, wofür viele seine Kollegen einen langen und schmerzhaften Prozess benötigen: Er hat erkannt, dass er sein Lebenswerk bereits vollbracht hat und ist stolz darauf. Niemals würde er damit hadern, dass alle immer wieder „Summer of 69“ oder „Everything I Do“ hören wollen. Solche Abräumer muss man erst einmal im Repertoire haben, und Adams spielt sie nach wie vor mit echter Hingabe auf seinen Konzerten. Höchst engagiert, professionell und mit ansteckender Energie.

Die Band ist motiviert, die Bühnenshow mit den ambitionierten Videoanspielungen hat Stil, und am Ende ist das Publikum glücklich und Adams zufrieden. Man sieht sich bald wieder.

Von Zoran Gojic

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