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Bryan Adams -  Kanadas Schmuserocker verzaubert das Publikum in der Münchner Olympiahalle.

Eine Nacht zum Erinnern

Bryan Adams: Kanadas Schmuserocker verzaubert in der Olympiahalle

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Bryan Adams verzauberte das Publikum am Dienstag in der Münchner Olympiahalle. Schon von der ersten Zeile an wurde Kanadas Schmuserocker angehimmelt.

München - Die roten Herzchen-Luftballons in der ersten Reihe haben nur auf ihn gewartet. Und Bryan Adams begrüßt seine Edelfans auch gleich mit einem „Give me a Kussi“. Schließlich sind wir ja alle nur Looking for love, wie der Kanadier bei seinem Eröffnungssong in der Münchner Olympiahalle in die Menge schmachtet.

Adams, der lässigste aller Kuschelrocker, weckt sein Publikum mit einer ganzen Reihe von Hits aus seinem dicken Repertoire – von Run to you bis Heaven. Und die Fans beweisen artig, dass sie vorher nochmal die Songtexte gebüffelt haben. Bei den meisten Stücken ist das aber ohnehin nicht nötig. Denn wer nur hin und wieder das Radio aufdreht, kommt am ewigen Adams eh nicht vorbei.

65 Millionen verkaufte Tonträger, Nummer eins in mehr als 40 Ländern – viel mehr Weltstar geht nicht. Nebenher hat der überzeugte Veganer als Fotograf schon allerhand Preise eingesammelt und versucht, mit seiner Stiftung die Welt ein bisschen besser zu machen – unter anderem, indem für jedes verkaufte Ticket auf seiner Tour ein Baum gepflanzt wird.

Aber sein Kerngeschäft bleibt die Musik. Und trotz einiger frei gebliebener Plätze ist die Stimmung in der Olyhalle hervorragend. Weil Gitarrist Keith Scott bei It‘s Only Love kurzerhand den Tina-Turner-Part mit einem mächtigen Gitarrensolo übernimmt. Weil Adams auch mit 59 Jahren noch singt wie ein entfesselter Mitt-Zwanziger. Weil man kaum eine Hymne der Rockgeschichte so leidenschaftlich mitgrölen kann wie Summer of 69. Und weil man nach einem Bryan-Adams-Konzert einfach nicht ohne ein Lächeln nach Hause gehen kann.

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